UN-Vollversammlung verurteilt Putsch: 

netzeitung.deZelaya droht Knast bei Rückkehr nach Honduras

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Zelaya will den Putsch nicht hinnehmen und in sein Land zurückkehren. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zelaya will den Putsch nicht hinnehmen und in sein Land zurückkehren.
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Mehrere lateinamerikanische Staatschefs wollen den abgesetzten Präsidenten Zelaya bei seiner Rückkehr nach Honduras begleiten. Unterdessen setzt die OAS der neuen Regierung ein Ultimatum.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat der Putsch-Regierung in Honduras eine Frist von 72 Stunden gesetzt, um den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya wieder einzusetzen. Sollte Honduras dieser Aufforderung nicht folgen, werde das mittelamerikanische Land aus der Organisation ausgeschlossen, erklärte der OAS-Vorsitzende José Miguel Insulza.

Der linksgerichtete Zelaya hatte zuvor angekündigt, er wolle am Donnerstag - also innerhalb der Drei-Tage-Frist - in seine Heimat zurückkehren. Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner sowie der ecuadorianische Staatschef Rafael Correa und der OAS-Vorsitzende Insulza erklärten, sie würden als «Begleitschutz» mit Zelaya reisen.
Niemand soll die Putsch-Regierung anerkennen
Die UN-Vollversammlung hatte am Dienstag den Putsch in Honduras einmütig verurteilt und die Wiedereinsetzung des Präsidenten gefordert. Die Vertreter der Vereinten Nationen empfahlen der internationalen Staatengemeinschaft zudem, keine andere Regierung als die von Zelaya anzuerkennen. Der am vergangenen Sonntag vom Militär abgesetzte Präsident nahm an der Sitzung teil. Die neue Regierung unter Roberto Micheletti wies die UN-Resolution zurück. «Niemand kann mich zwingen zurückzutreten.» Er wolle bis Januar im Amt bleiben.

In Honduras haben die Behörden inzwischen einen Haftbefehl gegen Zelaya erlassen. Der Generalstaatsanwalt von Honduras, Luis Alberto Rubi, wirft Zelaya Verstöße gegen die Verfassung und gegen Gesetze, aber auch kriminelle Handlungen vor. Zelaya hatte versucht, sich über ein umstrittenes Verfassungsreferendum eine weitere Amtszeit zu sichern.

Repressalien gegen Zelayas Anhänger
Die einzige im Parlament in Opposition zu Micheletti stehende Partei, die linksgerichtete Demokratische Vereinigung, beklagte Repressalien und Medienzensur. 140 Anhänger der Partei seien verhaftet worden. In San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt des Landes, wurde der Zelaya-freundliche Oberbürgermeister festgenommen. (dpa/AP/epd/nz)