Aufhebung der Gesetze zur Ausbeutung des Urwaldes: 

netzeitung.deRegierung in Peru lenkt im Streit mit Indios ein

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In Peru protestieren Indios für ihre Rechte (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe In Peru protestieren Indios für ihre Rechte
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Nach zahlreichen Massendemonstrationen und Dutzenden Toten ist die peruanische Regierung auf die Indios zugegangen. Präsident Garcia kündigte an, die umstrittenen Beschlüsse zurückzunehmen.

Perus Regierung gibt im blutigen Streit mit den Indios um die Ausbeutung des Amazonas-Urwaldes nach. Mehr als zwei Monate nach dem Beginn der Massenproteste der Ureinwohner wollte die Regierung in Lima am Dienstag im Parlament die Aufhebung der umstrittenen Gesetze beantragen, wie Ministerpräsident Yehude Simon nach Gesprächen mit Indio-Vertretern am Montag (Ortszeit) sagte. «Um des Friedens Willen hat die Regierung vollständig nachgegeben», sagte Umweltminister Antonio Brack Egg. Bei Unruhen sollen mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen sein.
Am 5. Juni waren bei der Räumung einer Straßensperre bei der Stadt Bagua sowie weiteren Auseinandersetzungen 23 Polizisten und mindestens 10 Zivilisten getötet worden. Die Indios, die seit mehr als zwei Monaten gegen neue Gesetze zur Nutzung des Regenwaldes demonstrieren, berichteten jedoch von wesentlich mehr zivilen Toten. Die Menschenrechtsorganisation Aprodeh legte eine Liste mit den Namen von 61 seit den Zusammenstößen vermissten Menschen vor.

Die Indianer in der Amazonasregion protestieren seit Anfang April gegen mehrere Beschlüsse von Präsident Alan García. Im Rahmen eines Freihandelsabkommens mit den USA will García die Erschließung des Gebiets für die Rohstoffausbeutung weiter erleichtern. Dabei geht es unter anderem um Landrechte, eine Bürgerbeteiligung sowie die Förderung von Rohstoffen wie beispielsweise Rohöl. Die Indios fürchten, dass ihre Lebensgrundlagen zugunsten ausländischer Konzerne zerstört und ihre von alters her bestehenden Rechte und Traditionen verletzt werden.

Die Interethnische Vereinigung zur Entwicklung des peruanischen Waldes (Aidesep) kritisierte, dass die Regierung immer noch nicht den Ausnahmezustand in der Unruheprovinz Bagua aufgehoben habe. «Bevor wir auf Versprechungen hören, müssen wir Taten sehen», sagte Aidesep-Sprecherin Daysi Zapata. (dpa/epd)