Wieder einer weniger: 

netzeitung.deBritischer Minister twittert Rücktritt

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Tom Watson auf Twitter Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tom Watson auf Twitter Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Viele seiner Minister haben dem britischen Premierminister Gordon Brown jüngst die Gefolgschaft aufgekündigt. Deswegen ist der Rücktritt von Tom Watson keine Überraschung. Die Art seines Abgangs dagegen umso mehr.

Heiratsanträge, Schwangerschaften, die Ankündigung großer Reden – das Online-Netzwerk Twitter musste schon für vieles herhalten. Nun auch für den Rücktritt eines hochrangigen Politikers in Großbritannien. Tom Watson, Staatssekretär im Ministerrang für «digitale Aktivitäten» (digital engagement), verkündete dort am Samstag seinen Rücktritt.

«Liebe Twitter-Freunde, ich versprach euch, dass ihr es zuerst erfahrt», lautet ein Eintrag (Tweet) vom 6. Juni. Und Watson hat sein Versprechen gehalten. Ein ebenfalls in diesem Tweet geposteter Link führt zum persönlichen Weblog Watsons. Dort führt er aus, warum er nach zwei Jahren nun sein Ministeramt niederlegt.

Es seien rein familiäre Gründe, die zum Rücktritt geführt hätten. («The pressure on my young family has been painful and I do not want to ask them to endure it any longer.») Watson, der wie Premierminister Gordon Brown der Labour Party angehört, hat ansonsten für seinen Parteichef nur lobende Worte übrig. Er wolle weiterhin dem Parlament angehören und seine Partei könne mit seiner tatkräftigen Unterstützung rechnen.

Über eine mögliche Verwicklung in den britischen Spesenskandal, der zuletzt zum Rücktritt zahlreicher Minister und Staatssekretäre aus der britischen Regierung führte, nimmt Watson keine Stellung. (nz)