Weinende Mütter und zerbombte Moscheen: 

netzeitung.deShirts mit toten Palästinensern für Israels Armee

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Israelische Soldaten schockieren mit T-Shirts mit anti-palästinensischen Aufdrucken (Foto: NZ-Screenshot<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Israelische Soldaten schockieren mit T-Shirts mit anti-palästinensischen Aufdrucken
Foto: NZ-Screenshot
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

T-Shirts israelischer Soldaten entsetzen Israels Öffentlichkeit: Sie zeigen unter anderem eine schwangere Palästinenserin im Fadenkreuz eines Gewehrs - darunter steht: Ein Schuss, zwei Treffer.

Der Schock nach den jüngsten Enthüllungen über wahlloses Töten von Zivilisten durch die israelische Armee im Gaza-Krieg ist noch nicht verdaut, schon sorgen neue Schlagzeilen für Bestürzung. Nach einem Bericht der israelischen Zeitung «Haaretz» trugen israelische Soldaten zum Abschluss ihrer Grundausbildung T-Shirts mit menschenfeindlichen anti-palästinensischen Slogans.

So zeigt ein T-Shirt für einen Scharfschützen eine schwangere Palästinenserin im Fadenkreuz eines Gewehrs mit dem Aufdruck «1 shot, 2 kills» («Ein Schuss, zwei Treffer»). Ein anderes T-Shirt trägt die Aufschrift «Better us Durex» («Nimm lieber Durex-Kondome»), daneben ein Foto von einem toten palästinensischen Baby mit seiner weinenden Mutter. Auf einem weiteren T-Shirt jagt ein Soldat eine Moschee in die Luft und eine weinende Palästinenserin steht vor einem Grabstein.
Kind als Schutzschild missbraucht
Die Hemden, hergestellt von einer Firma in Tel Aviv, wurden laut «Haaretz» von verschiedenen Armeeeinheiten bestellt. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte verurteilte die T-Shirts als geschmacklos. Sie seien weder von der Armee gefertigt noch bewilligt worden. In einer Mitteilung kündigte die Armee Disziplinarmaßnahmen an.

Unterdessen warf die UN israelischen Soldaten vor, im Gaza-Krieg einen elf Jahre alten Palästinenser als Schutzschild missbraucht zu haben. Dies sei nur eine von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, sagte die UN-Gesandte zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy.

Der Vorfall mit dem elfjährigen Jungen im Gaza-Krieg stelle einen klaren Bruch israelischen und internationalen Rechts dar. Israelische Soldaten zwangen den Palästinenser dem Report zufolge am 15. Januar vor ihnen zu laufen, während sie in das Viertel Tel al Halwa von Gaza vorrückten, von wo auf sie geschossen wurde. Zudem zwangen sie den Jungen, vor ihnen in Gebäude zu gehen. Die diplomatische Vertretung Israels in Genf erklärte, die Vorwürfe würden geprüft. (nz)