Zweite Front?: 

netzeitung.deRaketen aus Libanon treffen Nordisrael

 Herausgeber: netzeitung.de

Israelischer Panzer am Rand des Gazastreifens (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Israelischer Panzer am Rand des Gazastreifens
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Während Ägypten versucht, mit diplomatischem Geschick eine Waffenruhe im Gazastreifen zu erwirken, droht sich der Konflikt auszuweiten: Am Morgen wurden Raketen aus dem Libanon auf den Norden Israels abgefeuert.

Israel ist am 13. Tag seiner Militäroffensive im Gazastreifen erstmals auch wieder mit Raketen aus dem Libanon beschossen worden. Insgesamt vier Katjuscha-Raketen schlugen im Norden Israels ein. Nach libanesischen Berichten schoss Israel fünf Raketen zurück. Die Armee bestätigte, es sei zurückgeschossen worden, machte aber keine genauere Angaben.

Eine der Raketen aus dem Libanon schlug nach Angaben des israelischen Fernsehsenders Channel in der nordisraelischen Stadt Naharija ein, die etwa acht Kilometer südlich der Grenze zum Libanon liegt. Nach Armeeangaben wurde eine Person verletzt. Nach anderen Berichten soll es sich um mehrere Verletzte handeln. Die Bewohner im Norden Israels seien aufgefordert worden, vorerst in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben.

Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Raketenangriff bekannt, die in Israel Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts weckte. Die Armee geht nach Rundfunkangaben davon aus, dass militante Palästinensergruppen die Raketen aus dem Libanon mit Einwilligung der pro-iranischen Hisbollah-Milizen abgefeuert haben.

Vor zweieinhalb Jahren hatte Israel einen Krieg im Libanon gegen die mit der radikal- islamischen Hamas sympathisierende Hisbollah-Miliz geführt. Die Hisbollah hatte damals vom südlichen Libanon aus zahlreiche Katjuscha-Raketen auf israelischen Boden abgefeuert. Wegen der Offensive im Gazastreifen hatten die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben mit Raketenangriffen der Hisbollah gerechnet. Auch im Süden Israels schlugen am Donnerstagmorgen sechs Raketen ein. Diese wurden vom Gazastreifen aus abgefeuert. (dpa/AP)