30.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Palästinensische Demonstranten in Hebron fliehen vor der israelischen Armee
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die internationale Gemeinschaft, aber auch die Regierungen der Region müssten mehr unternehmen, um die Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas zu beenden, verlangt der Generalsekretär der Uno.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen gefordert. Die Regierungen im Nahen Osten und die internationale Gemeinschaft müssten mehr tun, um den Konflikt zwischen Israel und der Hamas beizulegen, sagte Ban am Montag in New York.
Die bisherige Reaktion sei ungenügend, sagte er am dritten Tag der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen. Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf den Gazastreifen auch am Dienstag fortgesetzt. Der israelische Rundfunk meldete, in der Nacht seien mehrere Regierungsgebäude der radikal-islamischen Hamas-Organisation angegriffen worden. Nach palästinensischen Angaben wurden zehn Menschen getötet, die Zahl der seit Beginn der Luftschläge getöteten Menschen betrug damit 360. 67 von ihnen waren laut UN Frauen und Kinder. Etwa 1700 Menschen sind dem israelischen Rundfunk zufolge seit Samstag verletzt worden.
Militante Palästinenser hätten auch in der Nacht mehrere Raketen in das israelische Grenzgebiet gefeuert, meldete der Sender. Dabei sei jedoch niemand verletzt worden. Am Montagabend waren bei den Raketenangriffen zwei Israelis getötet worden, in Aschdod eine Mutter von vier Kindern und in einer Militärstellung am Rande des Gazastreifens ein drusischer Soldat. Damit stieg die Zahl der israelischen Toten seit Beginn der Operation «Gegossenes Blei» auf vier. Israel will mit dem Einsatz den ständigen Raketenbeschuss israelischer Grenzorte unterbinden.
Im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen sollten wegen der Kämpfe am Dienstag die Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Die Einwohner der Grenzorte wurden aufgerufen, nur dann zur Arbeit zu gehen, wenn dort Schutzräume verfügbar sind.
Ban appellierte an die arabischen Außenminister, die am Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung in Kairo zusammentreffen, «schnell und entschieden zu handeln, um diese Sackgasse zu einem frühen Ende zu bringen».
Die EU-Außenminister treffen wegen der Krise im Nahen Osten am Dienstag in Paris zu einer Sondersitzung zusammen. (AP)