22.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Präsident Medwedew präsentiert sich vor einer Raketen-Abschuss-Rampe
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Von Abrüstung keine Rede: Der Kreml hat vor, viel Geld auszugeben, um neue Waffen anzuschaffen. Aus Sicht Moskaus ist das Projekt eine logische Folge eines Plans der USA.
Russland wird seine Raketenstreitkräfte modernisieren. Die Regierung will in den nächsten drei Jahren 70 strategische Atomraketen anschaffen, berichteten mehrere russische Medien am Montag. Das habe das Kabinett beschlossen, hieß es unter Berufung auf Wladislaw Putilin, den stellvertretenden Leiter der für die Waffenindustrie zuständigen Regierungskommission.
Demnach sollen in den nächsten drei Jahren umgerechnet etwa 101 Milliarden Euro für die Beschaffung neuer Waffen ausgegeben werden. Darunter seien die 70 strategischen Atomraketen sowie 30 Kurzstreckenraketen des Typs «Iskander».
Bereits Anfang Dezember hatte der Kommandeur der Strategischen Raketenstreitkräfte, Generaloberst Nikolaj Solowzow, die Modernisierung der strategischen Atomraketen angekündigt. Das sei eine Reaktion auf die Pläne der USA, Teile ihrer Raketenabwehr in den Weltraum zu verlegen, hatte er gesagt. (AP)