Neue Energiepolitik: 

netzeitung.deObama macht Nobelpreisträger zum Minister

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Chu wird US-Energieminister (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Chu wird US-Energieminister
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Der künftige US-Präsident setzt ein Zeichen: Er holte einen anerkannten Klimaschützer in sein Kabinett. Ein ehemaliger Präsidentschaftskandidat soll den Auswärtigen Ausschuss im Senat leiten.

Der gewählte US-Präsident Barack Obama hat den Physik-Nobelpreisträger Steven Chu zum künftigen Energieminister ernannt. Der 60-jährige Wissenschaftler sei in einzigartiger Weise geeignet, den Herausforderungen der künftigen Energiepolitik zu begegnen, sagte Obama am Montagabend in Chicago.

Zugleich kündigte Obama an, dass er einen neuen Posten zur Koordinierung der Energie-, Klima und Umweltpolitik im Weißen Haus schaffen will. Der Posten soll von der früheren Chefin der US-Umweltbehörde EPA, Carol Browner, besetzt werden. Grundsätzlich versicherte Obama, der am 20. Januar das Präsidentenamt übernimmt, es werde in seiner Politik keinen Gegensatz zwischen den Zielen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz geben. «Es gibt keinen Widerspruch zwischen Wirtschaftswachstum und soliden Umweltpraktiken.»

«Kritischer Punkt der Geschichte»
Chu (60), Sohn chinesischer Einwanderer, war 1997 gemeinsam mit zwei Kollegen für Arbeiten zur Kühlung von Atomen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. In den vergangenen Jahren konzentrierte er sich allerdings auf Energiefragen. Neue Chefin der Umweltbehörde EPA wird die frühere Leiterin der Umweltbehörde des Staates New Jersey, Lisa Jackson, kündigte Obama weiter an.

Mehrfach betonte Obama, durch modernen Umweltschutz und Technologien wie Solarenergie und benzinsparende Autos könnten Millionen Jobs geschaffen werden. Browner sagte, die USA befänden sich in Sachen Umweltpolitik an einem «kritischem Punkt der Geschichte». Zur Überwindung der Probleme sei auch eine parteiübergreifende Politik notwendig.

Kerry leitet Auswärtigen Ausschuss
Der frühere demokratische Präsidentschaftsbewerber John Kerry wird neuer Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats. Kerry, der bei der Wahl 2004 gegen Amtsinhaber George W. Bush unterlag, gehört dem Senatsausschuss bereits seit 23 Jahren an. Er leitete bislang die Unterausschüsse für Asien und den Nahen Osten.

Barack Obama kommt zu seiner Amtseinführung als 44. US-Präsident mit dem Zug. Und auf dem Weg nach Washington will er an mehreren Orten Halt machen, um möglichst viele Bürger zu treffen, wie das Komitee zur Organisation der Feierlichkeiten am Sonntagabend mitteilte.

Obama reist mit der Bahn an
Demnach will Obama seine Eisenbahnfahrt am 17. Januar beginnen, dem Samstag vor seiner Amtseinführung am 20. Januar. Startpunkt soll Philadelphia im US-Staat Pennsylvania sein. Dort will Obama den Angaben zufolge tagsüber noch an einer Veranstaltung teilnehmen.

Dann soll es mit dem Zug nach Wilmington im Staat Delaware gehen, wo der künftige Vizepräsident Joe Biden zusteigen soll. Ein weiterer Zwischenstopp ist in Baltimore vorgesehen, bevor die Reise dann nach Washington fortgesetzt wird. (dpa/AP)