Neue Krawalle in Athen: 

netzeitung.deJunge Griechen greifen Polizeiwachen an

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Gegen Tränengasreste müssen sich Reinigungsleute schützen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Gegen Tränengasreste müssen sich Reinigungsleute schützen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Land kommt nicht zur Ruhe: Steine und Flaschen flogen auf mehrere Polizeiwachen. Die Straßenreiniger, die aufräumten, mussten sich mit Masken und Schals vor Tränengasresten schützen.

In Athen haben sich die Ausschreitungen nach dem Tod eines Teenagers durch Polizeischüsse den sechsten Tag in Folge fortgesetzt. Jugendliche griffen am Donnerstag mindestens sechs Polizeiwachen mit Steinen und Flaschen an. Mindestens eine Person wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zahlreiche Straßen waren blockiert, Polizeiautos wurden umgeworfen.

In der Nacht schleuderten vermummte Jugendliche in Athen und Thessaloniki Steine und Molotow-Cocktails auf die Polizei, die Tränengas einsetzte. Bei den Aufräumarbeiten schützten sich die Straßenreiniger mit Gesichtsmasken und Schals vor möglichen Tränengasresten, als sie Steine und Barrikaden aus der Nacht wegräumten.

Die Lage blieb in beiden Städten angespannt, und der Druck auf die Regierung von Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis wird immer größer. In der Nacht zum Donnerstag war es auch außerhalb Griechenlands zu Protestaktionen gekommen. In Madrid wurden laut Polizei neun Menschen festgenommen, nachdem rund 200 Demonstranten eine Polizeiwache, Banken und Geschäfte angegriffen hatten.

In Barcelona wurden während einer ähnlichen Protestaktion ein Mädchen aus Griechenland und ein weiterer Ausländer festgenommen. Zwei Polizisten wurden verletzt. Die Proteste wurden Medienberichten zufolge über das Internet organisiert. Auch in anderen europäischen Städten hatten Jugendliche randaliert. (AP)