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netzeitung.deHintergrund: Der Tag der Menschenrechte

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Auch das von US-Geheimdiensten bei Verhören angewandte Waterboarding gilt als Foltermethode. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auch das von US-Geheimdiensten bei Verhören angewandte Waterboarding gilt als Foltermethode.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren», lautet die zentrale Aussage der 1948 verabschiedeten Menschenrechtserklärung. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffen Welten.

Der Tag der Menschenrechte ist der Jahrestag der «Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte». Am 10. Dezember 1948 wurde die Erklärung von der Vollversammlung der Vereinten Nationen angenommen.

«Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren», lautet die zentrale Aussage. Menschenrechte sind unter anderem das Recht auf Leben, Freiheit, soziale Sicherheit, persönliches Eigentum, freie Meinungsäußerung, Religionsausübung und politische Betätigung. «Jedermann soll alle Rechte und Freiheiten ohne Rücksicht auf Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politische oder andere Überzeugung ausüben dürfen», heißt es.

Völkerrechtlich verpflichtend
Angesichts der Verbrechen des Hitler-Regimes und anderer totalitärer Systeme war bereits in der UN-Charta von 1945 die Notwendigkeit eines besseren Schutzes der Menschenrechte angesprochen, aber nicht konkretisiert worden. Die «Allgemeine Erklärung der Menschenrechte» holte dies drei Jahre später nach. Sie war zwar nur eine Empfehlung, gab aber Anstöße zu den Internationalen Menschenrechts-Pakten von 1966, die völkerrechtlich verpflichtend sind.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft allerdings noch immer eine große Lücke. Amnesty International dokumentierte 2007 in 81 Staaten Fälle von Folter oder entwürdigender Behandlung. In 45 Ländern saßen Menschen allein aus politischen Gründen in Haft. In 24 Staaten wurden zusammen mindestens 1252 Menschen hingerichtet. Die Presse- und Meinungsfreiheit wurde in mindestens 77 Ländern verletzt. In mindestens 23 Staaten galten Gesetze, die Frauen diskriminieren. (dpa)