06.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Immer mehr Menschen infizieren sich mit Cholera
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Rund 13.000 Menschen sind in Simbabwe bereits mit Cholera infiziert. Tendenz steigend. Die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» warnt vor einem Übergreifen der Epidemie auf Nachbarländer.
Hilfsorganisationen beobachten eine drastische Ausbreitung der Cholera-Epidimie in Simbabwe. Inzwischen seien alle Provinzen des Landes betroffen, besonders stark die Hauptstadt Harare, sagte Markus Bachmann, Koordinator von «Ärzte ohne Grenzen», am Samstag im Deutschlandfunk. Vermutlich stehe das Land aber erst am Beginn der Epidemie, deren Höhepunkt noch lange nicht erreicht sei.
Bachmann warnte vor einer Ausdehnung der Epidemie auf Nachbarländer. «Cholera kennt keine Grenzen», sagte er. Der Brechdurchfall werde insbesondere durch verseuchtes Trinkwasser übertragen und könne sich gerade dort ausbreiten, wo bedingt durch Flüchtlingsströme in der Region viele Menschen auf engem Raum versammelt sind.
Nach vorsichtigen Schätzungen der Vereinten Nationen sind bislang 570 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben, rund 12.700 Menschen haben sich angesteckt. Die tatsächliche Zahl der Cholera-Opfer sei aber vermutlich wesentlich höher.
Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, kündigte m Deutschlandradio Kultur an, die Unterstützung für das afrikanische Land zu verstärken. Eine konkrete Summe nannte sie nicht. Bereits seit langem sei die Welthungerhilfe mit einem Wassernothilfe-Team in Simbabwe engagiert, das Wasserstellen auf Cholera-Erreger untersucht. (epd)