Nach Terror in Bombay:
Pakistan will Tatverdächtige nicht übergeben
03.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Noch sei es für eindeutige Schlüsse aber zu früh. Auf dem Programm von Rice standen Gespräche mit Ministerpräsident Manmohan Singh und anderen indischen Regierungsvertretern. Washington ist bestrebt, die Spannungen auf dem Subkontinent zu entschärfen und hat seine Hilfe bei den Ermittlungen angeboten. Rice wird im Anschluss an ihren Indien-Besuch auch Pakistan besuchen. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Mittwoch ein Regierungsbeamter in Islamabad.
Der Präsident äußerte in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN ferner Zweifel an der indischen Aussage, dass der wegen der Anschläge in Bombay inhaftierte Verdächtige pakistanischer Staatsbürger sei. Die Täter bezeichnete er als «staatenlose Akteure», die die Region destabilisieren und ganze Welt als Geisel nehmen wollten. Eine Verantwortung Pakistans für die Anschläge wies er entschieden zurück.
US-Präsident George W. Bush hat Rice nach Indien geschickt, um der dortigen Regierung das Mitgefühl der Vereinigten Staaten auszusprechen. Bei den koordinierten Anschlägen kamen nach jüngsten Angaben 171 Menschen ums Leben, darunter 26 Ausländer.
Weitere 294 Menschen wurden verletzt, wie ein Sprecher des indischen Unionsstaates Maharashtra am Mittwoch mitteilte. Es sei ausgeschlossen, dass noch weitere Leichen gefunden würden. Die Zahl der Toten wurde von 172 auf 171 korrigiert, weil ein Opfer versehentlich doppelt gezählt worden war. (AP)

