Studie veröffentlicht:
US-Kongress rechnet mit biologisch-nuklearem Terror
02.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Report drängt die künftige US-Führung unter Barack Obama, «entschlossen zu handeln», damit die Wahrscheinlichkeit eines «verheerenden Angriffs» reduziert werde. «Aus unserer Sicht ist Amerikas Sicherheits-Spielraum gesunken, nicht gewachsen», so die Kommission, die von dem demokratischen Ex-Senator Bob Graham geleitet wurde.
Die Gefahr eines Angriffs mit biologischen Waffen scheine derzeit größer zu sein als mit nuklearen Waffen, weil diese noch immer schwerer zu besorgen oder zu bauen seien. Allerdings wachse auch die Gefahr eines atomaren Terrorangriffs rapide. Die Mitglieder der Kommission hatten laut der «Washington Post» mehr als 260 Gespräche mit Experten, Regierungsbeamten und Militärs in aller Welt geführt.
Die Studie warnt auch vor den Gefahren, die von den Nuklearanstrengungen des Irans und Nordkoreas ausgingen. Der künftige US-Präsident Obama müsse «mit Härte» gegen solche Staaten vorgehen. Sollte er mit diplomatischen Mitteln den Iran und Nordkorea zu einer Umkehr in der Nuklearpolitik bewegen wollen, «muss dies von einer Position der Stärke aus geschehen, die die Vorteile zeigt, falls sie die Nuklearpläne aufgeben, aber auch die enormen Kosten, falls nicht». Der Atomwaffen-Sperrvertrag müsse zudem deutlich verschärft, und Länder, die dagegen verstoßen, müssten hart bestraft werden, so die Studie. (dpa)

