'Ich wünschte die Geheimdienstinformationen wären anders gewesen.': George W. Bush
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Späte Einsicht: George W. Bush, der scheidende Präsident der USA, bereut die falschen Angaben über Massenvernichtungswaffen, die den Einmarsch in den Irak legitimierten. Mit Video
US-Präsident George W. Bush hat nach eigenen Worten nichts mehr in seiner zu Ende gehenden Amtszeit bedauert als die falschen Informationen der US-Geheimdienste über die angeblichen Massenvernichtungswaffen des damaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein. Eine Menge Leute auch im Kongress hätten ihren Ruf aufs Spiel gesetzt und gemeint, Saddam müsse wegen dieser Waffen entmachtet werden, sagte Bush am Montagabend in einem Interview des US-Fernsehsenders ABC. «Ich wünschte, die Geheimdienstinformationen wären anders gewesen», meinte Bush.
Er wolle sich allerdings nicht an Spekulationen beteiligen, ob er sich auch für den Krieg gegen den Irak entschieden hätte, wenn klar gewesen wäre, dass Saddam keine Massenvernichtungswaffen gehabt hat, sagte Bush, der am 20. Januar das Präsidentenamt an den Demokraten Barack Obama abgibt. Die Terrorangriffe vom 11. September 2001 hätten ihn unvorbereitet getroffen, sagte der Republikaner aus Texas. Er habe nicht mit einem solchen Anschlag auf amerikanischem Boden gerechnet. Er habe auch bei seinem Amtsantritt nicht den Vorsatz gehabt, den Irak militärisch anzugreifen. (dpa)