Terror in Indien:
Unter den Opfern sind auch vier Deutsche
28.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Neben den drei Deutschen handelte es sich um fünf Briten, zwei Amerikaner, zwei Personen aus dem Oman und je eine Person aus Norwegen, Spanien, Kanada, Finnland, den Philippinen, Australien, Italien und China. Die Nationalität von zwei weiteren Verletzten war nicht klar. Die Angriffe mutmaßlicher islamischer Extremisten begannen am Mittwoch und kosteten mindestens 143 Menschen das Leben.
Der Polizeichef von Bombay, Hasan Ghafoor, sagte, im Hotel Taj Mahal lieferten sich Sicherheitskräfte weiterhin Feuergefechte mit verbliebenen Attentätern. Nach Angaben der Streitkräfte wurden drei Bewaffnete getötet, zwei oder drei befanden sich noch im Hotel. Sie hatten demnach rund 15 Zivilpersonen in ihrer Gewalt. Am Donnerstagabend waren rund 400 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden. Zwei oder drei weitere Angreifer wurden noch in einem jüdischen Zentrum vermutet, das von einer schweren Explosion erschüttert wurde. Generalleutnant N. Thamburaj hatte zuvor erklärt, der Antiterroreinsatz stehe kurz vor dem Abschluss. Die Suche nach den restlichen Kämpfern sollte in einigen Stunden abgeschlossen sein.
Frankreich schickte am Freitag ein Flugzeug nach Bombay, um Europäer nach den Terroranschlägen in ihre Heimat zurückzubringen. Außenminister Bernard Kouchner erklärte, an Bord seien neben drei Ärzten auch Konsularmitarbeiter. Diese sollten Menschen helfen, die in dem Chaos der Terrorwelle ihre Ausweise verloren haben. Deutschland und Spanien hätten Paris gebeten, auch ihre Staatsangehörigen nach Hause zu bringen, sagte Kouchner. Die Maschine traf am Morgen in Bombay ein und sollte bereits am Abend die Rückreise antreten. (AP, nz)

