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Nach verweigerter Einreise: 

Annan und Carter sagen Simbabwe-Besuch ab

23. Nov 2008 11:41
Jimmy Carter und Kofi Annan (hier mit der ehemaligen Frau Nelson Mandelas) durften nicht nach Simbabwe einreisen
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Gemeinsam mit dem Ex-Präsidenten der USA hatte der ehemalige UN-Generalsekretär sich ein Bild von der humanitären Krise machen wollen. Sie durften nicht einreisen – und verzichten vorerst auf einen weiteren Versuch.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan und der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter haben ihren geplanten Simbabwe-Besuch vorerst abgesagt, weil die Führung in Harare ihnen die Einreise verweigert hat. Beide Nobelpreisträger äußerten sich am Samstag in Johannesburg im benachbarten Südafrika enttäuscht.

Sie hatten zusammen mit Graca Machel, der Ehefrau des früheren südafrikanischen Präsidenten und Anti-Apartheidskämpfers Nelson Mandela, für zwei Tage nach Simbabwe reisen wollen. Dort wollten sie sich ein Bild von der humanitären Krise machen, die angesichts des Ausbruchs einer Cholera-Epidemie nun völlig außer Kontrolle zu geraten droht.

Einreise weiter geplant

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Epidemie in Simbabwe bereits rund 300 Menschenleben gefordert. Flüchtlinge haben die Krankheit mittlerweile auch nach Südafrika eingeschleppt, wo es in der Grenzstadt Musina erste Todesopfer gab.

Carter, Annan und Machel betonten, sie wollten an ihrem Ziel festhalten und erneut versuchen, nach Simbabwe zu gelangen. Sie gehören dem «Ältestenrat» an, der im Juli 2007 von Mandela anlässlich seines 89. Geburtstags gegründet worden. Ihre Mitglieder, darunter auch weitere Nobelpreisträger wie der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, wollen mit ihrer Erfahrung versuchen, in schwierigen Situationen mit Rat weiterzuhelfen.

Nachbarstaaten beraten über Krise

Angesichts der Katastrophe in Simbabwe berieten die Nachbarstaaten Südafrika und Botsuana am Sonntag Wege zur Lösung der Krise. Unklar blieb, ob es sich bei dem Treffen der Präsidenten Kgalema Motlanthe (Südafrika) und Ian Khama (Botsuana) in Pretoria um einen neuen diplomatischen Vorstoß der beiden Länder handelt. Khama ist einer der wenigen Staatschefs des Kontinents, der öffentlich Simbabwes Präsident Robert Mugabe kritisiert hat.

Nach den umstrittenen Wahlen im vergangenen März streiten sich der seit fast 30 Jahren zunehmend autokratisch regierende Mugabe und sein Gegenspieler, Morgan Tsvangirai, derzeit weiterhin um die Umsetzung eines Abkommens zur Machtteilung. (dpa)

 
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