In Dharamsala, dem Zentrum der tibetischen Diaspora, war am Samstag ein sechstägiges Treffen von Exil-Tibetern zu Ende gegangen. Dabei hatten die mehr als 600 Teilnehmer über den weiteren Umgang mit der chinesischen Regierung beraten und sich darauf verständigt, eine entschlossenere Haltung gegenüber Peking einzunehmen. Nach Angaben der tibetischen Exilregierung solle aber zunächst am «Weg der Mitte» mit dem Ziel einer größeren Autonomie Tibets festgehalten werden. Der Dalai Lama hatte das Treffen angesichts der festgefahrenen Verhandlungen mit China einberufen, selbst aber nicht daran teilgenommen. Auch innerhalb der tibetischen Exilregierung nimmt der 73-Jährige offiziell keine politische Funktion ein. Als spiritueller Führer sehen seine Landsleute in ihm jedoch traditionell auch das Oberhaupt des tibetischen Volkes. (dpa/AP)