Das Auswärtige Amt hatte am Freitag berichtet, es habe die konsularische Betreuung der Beschuldigten übernommen. Die Frage, ob es sich um BND-Mitarbeiter handele, wollte Regierungssprecher Thomas Steg nicht beantworten. Auch Details zur Identität, dem Alter oder den Tatvorwürfen berichtete er nicht.Aus Sicht der Opposition im Bundestag muss in dem Fall unverzüglich das zuständige Kontrollgremium des Parlaments unterrichtet werden. «Der Sachstand muss angezeigt werden», sagte der FDP-Innenpolitiker Max Stadler - und zwar unabhängig davon, «ob etwas dran ist, oder ob nichts dran ist». Ähnlich wie der Vize-Vorsitzende des Kontrollgremiums äußerte sich der Grünen-Vertreter Hans-Christian Ströbele.
Die Bundesregierung verwies erneut auf das laufende Ermittlungsverfahren. Das Parlamentarische Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste (PKG) werde informiert. Dessen Beratungen seien aber grundsätzlich geheim, deshalb würden Termine nicht veröffentlicht.
PKG-Mitglied Ströbele (Grüne) verlangte, dass die Vorwürfe «zeitnah und schnell» von der Bundesregierung aufgeklärt werden. Sollte das nicht der Fall sein, «werde ich eine Sondersitzung des Gremiums beantragen». Dafür biete sich die bevorstehende Sitzungswoche des Bundestags an, sagte Ströbele. (nz/AP/dpa)