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Terrorverdächtige im Kosovo: 

Außenamt betreut verhaftete Deutsche

21. Nov 2008 16:00
Wer hat das EU-Hauptquartier in Pristina angegriffen?
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Nach einem Anschlag auf das EU-Quartier in Pristina hatte die Polizei des Kosovo drei Deutsche festgenommen. Nun schaltete sich das Außenministerium ein. Unklar ist, ob der BND in den Fall verwickelt ist.

Nach der Festnahme von drei Deutschen im Kosovo wegen des Verdachts eines Sprengstoffanschlags auf das EU-Hauptquartier in Pristina hat das Auswärtige Amt die konsularische Betreuung der Beschuldigten übernommen. Die Bundesregierung wollte sich jedoch nicht zu den Hintergründen des Angriffs äußern. Auch zu Spekulationen über eine mögliche Verwicklung des Bundesnachrichtendiensts (BND) gab es keine klare Auskunft.

Vor einer Woche war ein Sprengsatz gegen das Büro des EU-Sondergesandten in der Kosovo-Hauptstadt Pristina geworfen worden. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt, jedoch gingen Fensterscheiben zu Bruch. Tage nach dem Anschlag wurden die drei Deutschen nach Angaben des örtlichen Polizeisprechers von einer Anti-Terror-Einheit festgenommen. Sie werden verdächtigt, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein.

Vize-Regierungssprecher Thomas Steg verwies am Freitag auf das laufende Ermittlungsverfahren. Falls sich herausstellen sollte, dass einer der drei Inhaftierten ein BND-Mitarbeiter sei, werde das zuständige Parlamentarische Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste informiert. Ob eine solche Unterrichtung bereits erfolgt sei, entziehe sich seiner Kenntnis.

Ist ein Agent dabei?

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte lediglich, dass die drei deutschen Staatsbürger am Mittwoch in der Kosovo-Hauptstadt Pristina festgenommen wurden. Die deutsche Vertretung stehe mit den örtlichen Behörden in Verbindung und habe auch bereits im Gefängnis Kontakt mit den Inhaftierten aufgenommen. Man kümmere sich konsularisch um sie, etwa bei der Vermittlung von Anwälten. Aus «Gründen des Personenschutzes» könnten darüber hinaus keine weiteren Angaben zu den konkreten Beschuldigungen gemacht werden, sagte der Sprecher. Zuständig dafür sei die Staatsanwaltschaft in Pristina.

Ein Polizeisprecher in Pristina hatte am Donnerstag bestätigt, dass die drei Männer von einer Antiterroreinheit der albanischen und UN-Polizei festgenommen wurden. Sie seien weder Diplomaten, Polizisten, Soldaten oder Experten mit einem internationalen Ausweis. Inoffiziell wurde in Eulex-Kreisen spekuliert, es könne sich um Agenten handeln. (AP/dpa)

 
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