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«Schwerer Schlag gegen Regierung»: 

US-Richter ordnet Guantánamo-Freilassungen an

20. Nov 2008 20:10
Fünf Männer aus Guantánamo sollen freigelassen werden, fordert ein Richter
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Der Jurist stellt sich gegen die Bush-Politik: Fünf Algerier müssten freigelassen werden, urteilte er. Dass sie Anschläge auf US-Vertretungen in Sarajevo vorhatten, sei nicht nachzuweisen.

Ein US-Bundesrichter hat einem Medienbericht zufolge die Freilassung von fünf Gefangenen aus dem umstrittenen Guantánamo-Lager auf Kuba angeordnet. Es handle sich um Algerier, die 2002 von Sarajevo an die USA ausgeliefert worden seien, berichtete am Donnerstag der TV-Sender CNN.

Die US-Behörden hätten ihnen vorgeworfen, Anschläge auf diplomatische Vertretungen der USA in Bosnien geplant zu haben. Dieser Vorwurf sei nach Ansicht des Gerichts aber nicht haltbar. Im Fall eines weiteren Algeriers der Gruppe sei keine Freilassung gefordert worden.

Die Anordnung des Bundesrichters sei «ein schwerer Schlag gegen die Politik der US-Regierung», kommentierte der Sender. Allerdings sei es sehr wahrscheinlich, dass die Regierung Berufung einlegt.

Ermittlungen wegen illegaler Auslieferung

Die sechs Algerier, die auch die bosnische Staatsangehörigkeit haben, waren im Oktober 2001 unter dem Verdacht der Vorbereitung von Terroranschlägen verhaftet worden. Im Januar 2002 wurden sie an die USA ausgeliefert. Seitdem befinden sie sich im Gefangenenlager im US-Stützpunkt Guantánamo auf Kuba.

Die Staatsanwaltschaft in Sarajevo hatte im Juni Ermittlungen gegen den früheren bosnischen Ministerpräsidenten Zlatko Lagumdzija wegen des Vorwurfs der illegalen Auslieferung aufgenommen. (dpa)

 
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