Asien war nach den Worten Wieczorek-Zeuls bisher ein Wachstumsmotor der Weltwirtschaft. Zugleich mahnte sie mehr Armutsbekämpfung auf dem Kontinent an. «Das Wachstum hat die Armen noch viel zu wenig erreicht», sagte sie. In Asien lebten zwei Drittel der absolut Armen weltweit. Länder wie China, Indien, Indonesien und Thailand müssten auch ihre Rolle als «regionale Anker» zur Stabilisierung der Märkte sehr ernst nehmen. Laut Wieczorek-Zeul liegt es im Interesse Europas, den asiatischen Ländern beizustehen, um die weltweiten Rezessionstendenzen abzumildern. Die Lebensmittel- und die Energiekrise habe bereits 100 Millionen Menschen zusätzlich in Armut gestürzt. Bei jeden Prozentpunkt, um den die Wachstumsrate der Weltwirtschaft sinke, nehme die Zahl der Armen um weitere 20 Millionen Menschen zu. Die Weltbank schätzt, dass insgesamt 1,4 Milliarden Menschen extrem arm sind. (epd)