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Blockade, Raketen, Panzereinsatz: 

Hamas droht Israel mit Ende der Waffenruhe

18. Nov 2008 16:01
Und sie kämpfen immer weiter: Milizen der Hamas
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Waffenruhe? 140 Raketen haben Palästinenser in den vergangenen zwei Wochen auf Israel abgefeuert. Nun fordert die Hamas die palästinensischen Gruppen offiziell zur Aufkündigung der mit Israel vereinbarten Feuerpause auf.

Angesichts der anhaltenden Abriegelung des Gazastreifens hat die radikalislamische Hamas-Organisation Israel mit der Aufkündigung der vor fünf Monaten vereinbarten Waffenruhe gedroht. Vertreter aller Palästinenserorganisationen sollten so rasch wie möglich zusammenkommen und einstimmig entscheiden, ob die Waffenpause fortgesetzt werden solle oder nicht, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Ihab al-Ghussein, am Dienstag in Gaza.

Der Sprecher begründete dies damit, dass wegen der von Israel geschlossenen Grenzübergänge keine Waren des täglichen Bedarfs und kein Treibstoff für das einzige Kraftwerk mehr in den Gazastreifen geliefert würden.

Drei israelische Panzer und zwei Planierraupen drangen derweil bis zu 100 Meter tief in den südlichen Gazastreifen ein. Wie eine Armeesprecherin in Tel Aviv weiter mitteilte, sollte die kleine Einheit nach versteckten Sprengfallen entlang des Sicherheitszaunes suchen. Während des «Routineeinsatzes» hätten militante Palästinenser die Soldaten mit zwei Mörsergranaten beschossen.

140 Raketen seit 4. November

Israel hat wegen des fortdauernden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen rund 1,5 Millionen Palästinenser praktisch vollständig von der Außenwelt abgeriegelt. Nach israelischen Armeeangaben sind seit Ausbruch der neuen Gewalt am 4. November über 140 Raketen auf israelischem Boden eingeschlagen.

Immer wieder richten Raketen der Hamas schwere Schäden in Israel an wie hier in Sderot
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Bei israelischen Militäreinsätzen wurden 13 militante Palästinenser und ein Zivilist getötet. Die von Israel sowie militanten Palästinensern am 19. Juni vereinbarte Waffenruhe für den Gazastreifen und das israelische Grenzgebiet läuft im Dezember nach sechs Monaten aus.

Aktivisten festgenommen

Die israelische Marine nahm drei pro-palästinensische Menschenrechtsaktivisten vor der Küste des Gazastreifens fest. Die drei Männer aus Italien, Schottland und den USA gehören zu der Internationalen Solidaritätsbewegung ISM, die sich für eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens einsetzt. Nach Angaben einer israelischen Militärsprecherin waren die drei Männer gemeinsam mit 15 palästinensischen Fischern außerhalb einer festgelegten Fischereizone unterwegs. Die drei Ausländer seien von der Einwanderungspolizei befragt worden.

Israel hatte nach anhaltendem internationalem Druck am Montag eine begrenzte Menge an Hilfsgütern in den Gazastreifen durchgelassen. Nach Angaben von Hilfsorganisationen im Gazastreifen reicht die Ladung der 33 Lastwagen nur für kurze Zeit. Das UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) benötigt nach eigenen Angaben allein 15 Wagenladungen mit Hilfsgütern pro Tag, um einen normalen Betrieb der humanitären Hilfe aufrecht zu erhalten. Rund 750 000 Palästinenser im Gazastreifen können ohne internationale Lebensmittelhilfe nicht überleben.

Das UN-Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe (OCHA) wies auf die Pflicht aller Parteien hin, die Menschenwürde sowie das Wohlergehen der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu sichern. Die Hälfte der 1,5 Millionen Einwohner seien Kinder und Jugendliche, hieß es. (dpa)

 
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