14. Nov 2008 14:10
Die Regierung in Islamabad fordert schon länger ein Ende der US-Angriffe auf pakistanischem Gebiet. Doch das scheint nicht zu wirken: Bei dem jüngsten Beschuss starben zahlreiche Menschen.
Ein Angehöriger der Sicherheitskräfte, der anonym bleiben wollte, sagte, unter den Toten seien auch Ausländer. Einzelheiten nannte er nicht. Als Ausländer bezeichnen die Behörden in den Stammesgebieten meist arabische oder zentralasiatische Al-Qaeda-Anhänger. Mindestens zwei Raketen seien in einem Haus in dem Dorf Ghari Wam in Nord-Waziristan eingeschlagen, das 30 Kilometer von der Grenze entfernt liegt. Aus der Region heraus greifen Taliban- und Al-Qaeda-Anhänger immer wieder Ziele in Pakistan und auch in Afghanistan an.
US-Raketenangriffe auf die Stammesgebiete haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen und sorgen für wachsenden Unmut in der Bevölkerung. Die pakistanische Regierung - offiziell ein enger Verbündeter der USA im Kampf gegen den Terrorismus - hat mehrfach ein Ende der Angriffe gefordert. Die Regierung sieht durch die Militäraktionen ihre Souveränität untergraben. Sie fürchtet, dass dadurch die Unterstützung in der Bevölkerung für den Krieg gegen den Terror schwinden könnte. (dpa/AP)