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Rettungsplan der Demokraten: 

Obama will Notkredite für Auto-Industrie

13. Nov 2008 15:17
Arbeiter in Chrysler-Werk in Detroit
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Befürchtet wird eine katastrophale Kettenreaktion, deshalb sollen 25 Milliarden Dollar an GM, Chrysler und Ford gehen. Im Gegenzug würde die US-Regierung Aktien der schwer angeschlagenen Firmen erhalten.

Notkredite von 25 Milliarden Dollar (knapp 20 Milliarden Euro) sollen nach Vorstellung der Demokraten im US-Parlament die amerikanische Autoindustrie vor dem Zusammenbruch bewahren. Die Partei des künftigen US-Präsidenten Barack Obama bemüht sich um entsprechende Mittel aus dem 700-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für die Finanzmärkte, das der Kongress im vergangenen Monat gebilligt hatte. Die Regierung solle im Gegenzug Aktien von General Motors (GM), Chrysler und Ford bekommen.

Die Lage ist kritisch. Eine Pleite der großen US-Autobauer könnte eine katastrophale Kettenreaktion auslösen. Nach einer Studie des Zentrums für Automobilforschung in Ann Arbor würde der Zusammenbruch 3 Millionen Jobs kosten - Zulieferer und andere von der Autoindustrie abhängige Unternehmen eingerechnet. Dem Staat entgingen Steuereinnahmen von über 150 Milliarden Dollar in drei Jahren.

Die Autoverkäufe in den USA sind im Oktober auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesackt. Der Opel-Mutterkonzern GM vermeldete vergangene Woche einen Verlust von 2,5 Milliarden Dollar im dritten Quartal und ließ unheilvoll verlauten, dass das Geld bis zum Ende des Jahres ausgehen werde. Ford gab ein Minus von 129 Millionen Dollar bekannt, vor Steuern sogar von 2,7 Milliarden Dollar. Bei der ehemaligen Daimler-Tochter Chrysler, die heute als Privatunternehmen ihre Bücher nicht mehr offenlegen muss, dürfte es nach Einschätzung von Analysten ganz ähnlich aussehen.

Abstimmung im Kongress am Dienstag?

In dieser Situation bemühen sich demokratische Politiker unter dem Beifall der Autokonzerne und von Gewerkschaftsführern um eine Soforthilfe von 25 Milliarden Dollar, um die Autobauer am Leben zu erhalten. Eine Abstimmung im Kongress könnte schon am nächsten Dienstag stattfinden. Die Autofirmen sollen im Gegenzug für die Hilfe die Bonuszahlungen für ihre Manager und die Dividenden für die Aktionäre beschränken. Unklar war, ob es darüber zum Konflikt mit dem scheidenden Präsidenten George W. Bush kommt, der ein solches Gesetz unterzeichnen müsste. Bush sei offen für Hilfen für die Industrie, erklärte das Weiße Haus. In der Regierung gibt es allerdings Vorbehalte, das Geld aus dem Notprogramm außerhalb des Bankensektors zu verwenden.

Kritiker einer derartigen Hilfsaktion merken an, Staatsgelder würden nur den unvermeidlichen Abgang von Unternehmen aufschieben, die wegen Missmanagement und im Vergleich überhöhten Lohnkosten schon seit Jahren an der Schwelle des Todes stünden. «Wie könnte das Geld zu neuer Wettbewerbsfähigkeit helfen?», fragte der republikanische Senator Jeff Sessions. Er plädierte dafür, die Autoriesen in den Konkurs gehenzulassen. Unter dem Gläubigerschutz könnten sich die Firmen neu aufstellen, wie es Fluggesellschaften in ähnlicher Situation schon gelungen sei. Die Autofirmen halten dagegen, die Verbraucher würden nicht ein Auto bei einem Unternehmen kaufen, das womöglich die Lebensdauer des Fahrzeugs nicht überstehen werde. (AP)

 
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