In dieser Situation bemühen sich demokratische Politiker unter dem Beifall der Autokonzerne und von Gewerkschaftsführern um eine Soforthilfe von 25 Milliarden Dollar, um die Autobauer am Leben zu erhalten. Eine Abstimmung im Kongress könnte schon am nächsten Dienstag stattfinden. Die Autofirmen sollen im Gegenzug für die Hilfe die Bonuszahlungen für ihre Manager und die Dividenden für die Aktionäre beschränken. Unklar war, ob es darüber zum Konflikt mit dem scheidenden Präsidenten George W. Bush kommt, der ein solches Gesetz unterzeichnen müsste. Bush sei offen für Hilfen für die Industrie, erklärte das Weiße Haus. In der Regierung gibt es allerdings Vorbehalte, das Geld aus dem Notprogramm außerhalb des Bankensektors zu verwenden. Kritiker einer derartigen Hilfsaktion merken an, Staatsgelder würden nur den unvermeidlichen Abgang von Unternehmen aufschieben, die wegen Missmanagement und im Vergleich überhöhten Lohnkosten schon seit Jahren an der Schwelle des Todes stünden. «Wie könnte das Geld zu neuer Wettbewerbsfähigkeit helfen?», fragte der republikanische Senator Jeff Sessions. Er plädierte dafür, die Autoriesen in den Konkurs gehenzulassen. Unter dem Gläubigerschutz könnten sich die Firmen neu aufstellen, wie es Fluggesellschaften in ähnlicher Situation schon gelungen sei. Die Autofirmen halten dagegen, die Verbraucher würden nicht ein Auto bei einem Unternehmen kaufen, das womöglich die Lebensdauer des Fahrzeugs nicht überstehen werde. (AP)