12.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Schwarzzenegger im Lawrence Livermore Kernwaffenlabor
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Energiekrise wirft auch in Kalifornien Fragen auf. Eine Antwort glaubt Gouverneur Arnold Schwarzenegger nach der Besichtigung der größten Laseranlage der Welt gefunden zu haben.
Der als «Terminator» bekanntgewordene kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger setzt für die Zukunft der Energieversorgung auf einen Superlaser. Bei der Besichtigung der weltgrößten Laseranlage des Lawrence Livermore Kernwaffenlabors im nördlichen Kalifornien zeigte sich der Republikaner zuversichtlich. Die Technologie «hat das Potenzial, die Zukunft unserer Energieversorgung zu revolutionieren», sagte Schwarzenegger.
Die 3,5 Milliarden teure Laseranlage soll 192 einzelne Laser bündeln und auf einen kleinen Punkt lenken. Dabei wird möglicherweise Fusionsenergie frei, die Kraft, die auch in der Sonne und den Sternen zum Tragen kommt. «Im Erfolgsfall könnte diese neue Unternehmung tausende von Megawatt Co2-freier Energie produzieren - und das ohne die Nachteile von herkömmlichen Atomkraftwerken», sagte Schwarzenegger während des Besuchs am Montag.
Die Wissenschaftler werden aber noch bis zum nächsten Jahr brauchen, bis der Laser funktioniert. Erste Experimente zur Fusionsenergie könnten in zwei Jahren durchgeführt werden. Mit dem Laser soll auch die Explosion von Atombomben simuliert werden.
Der aus Österreich stammende Bodybuilder Schwarzenegger wurde mit Action-Filmen wie «Conan der Barbar» und den beiden «Terminator»-Streifen weltberühmt. 2003 wurde er erstmals zum Gouverneur Kaliforniens gewählt und scherzhaft in Anlehnung an seine Filme auch «Governator» genannt. (AP)