Vor allem aber grenzt Pakistan an Afghanistan - und wird dort für die Schwierigkeiten der US-Besatzungstruppen und ihrer Verbündeten verantwortlich gemacht: Die Stammesgebiete an der Grenze sind Rückzugsgebiet von Taliban und Al-Qaida-Kämpfern. Hier werden die Angriffe auf Stellungen der US-Militärs sowie die Nato-Konvois mit Nachschub an Benzin, Waffen und anderen militärischen Gütern geplant, organisiert und die Attentäter instruiert. 80 Prozent dieser Nachschubtransporte gehen über Pakistan - weshalb die USA genauso stark von ihrem ungeliebten Verbündeten abhängen, wie Pakistan von seinen Geldgebern und Waffenlieferanten in Washington.Diese symbiotische Beziehung jedoch ist in letzter Zeit durch die US-Bombardements von Zielen in Pakistan noch brüchiger geworden. Ob bei diesen Angriffen tatsächlich auch Taliban-Führer getroffen werden, ist nicht nachprüfbar. Nachgewiesen ist, dass vor allem Zivilisten zu den Opfern gehören.