USA im Kampf gegen den Terror: 

netzeitung.deTote bei Raketenangriffen in Pakistan

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Pakistanische Soldaten (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Pakistanische Soldaten
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die USA scheint weiterhin Raketenangriffe in Pakistan durchzuführen. Erst am Mittwoch hatte Pakistan gegen die Angriffe protestiert. Am Freitag wurden fast 30 Menschen getötet.

Bei zwei den USA zugeschriebenen Raketenangriffen in Pakistan sind nach Angaben aus Geheimdienstkreisen 27 Menschen getötet worden. Die Geschosse seien am Freitag auf zwei Dörfer im Nordwesten des Landes abgefeuert worden. Unter den Todesopfern waren den Angaben zufolge ausländische Kämpfer, darunter ein arabischer Extremist namens Abu Kasha Iraqi.

Er wird verdächtigt, Anschläge auf ausländische Soldaten in Afghanistan organisiert zu haben. Der erste Angriff galt dem Dorf Mir Ali in Nord-Waziristan, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Ziel war ein Haus, das von arabischen Extremisten genutzt wurde. 20 Menschen kamen ums Leben. Etwa zwei Stunden später trafen mehrere Raketen ein Dorf in Süd-Waziristan und töteten sieben Menschen.

Erst am Mittwoch hatte Pakistan die US-Botschafterin einbestellt und gegen die amerikanischen Raketenangriffe in der Grenzregion protestiert. Die Angriffe stellten eine klare Verletzung der Souveränität Pakistans dar, hieß es in einem Schreiben an Botschafterin Anne Patterson. Die USA sollen in diesem Jahr bei derartigen Angriffen bereits mindestens zwei ranghohe Kommandeure der Al Kaida getötet haben.

Seit August sollen die US-Streitkräfte für mindestens 17 Angriffe in Pakistan verantwortlich sein. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 sind beide Staaten Verbündete im Kampf gegen den Terror. Pakistan wurde jedoch schon oft kritisiert, nicht entschieden genug gegen Extremisten vorzugehen. Das Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Hochburg der Taliban, auch Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden wird dort vermutet. (AP)