Als «sehr interessant» bezeichnete Sarkozy Browns Anregung, den Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kampf gegen die Finanzkrise mit mehr Geld auszustatten. «Wir müssen Möglichkeiten finden, um dem IWF mehr Mittel zur Unterstützung von bestimmten Ländern bereitzustellen», sagte der französische Präsident. Besonders denke er dabei an die Entwicklungsländer. Brown hatte kurz vor seiner Abreise nach Frankreich an die internationale Gemeinschaft appelliert, den IWF mit mehr Geld auszustatten. Der größte Anteil sollte dabei aus Ländern wie China und den ölreichen Golfstaaten kommen, sagte Brown in London. Eine Erhöhung des 250 Milliarden Dollar schweren IWF-Fonds könne das Risiko vermindern, dass sich die Situation von finanziell angeschlagenen Ländern wie Ungarn wie eine «Seuche» auf der ganzen Welt ausweitet.
Nach Sarkozy Angaben sollte das Treffen mit Brown vor allem der Vorbereitung des EU-Kurz-Gipfels und des Weltfinanzgipfels im November dienen. «Wir arbeiten Hand in Hand», sagte Sarkozy. Sinn der Gespräche sei es, eine gemeinsame europäische Position zu entwicklen, um einen Ausweg aus der Finanzkrise zu finden. Brown sagte, beim Weltfinanzgipfel in Washington solle unter anderem über ein Frühwarnsystem diskutiert werde. (dpa)