22. Okt 2008 22:34
Der französische Präsident hat ein Problem ausgemacht: Die Weltwirtschaft ist in der Krise und 2009 werden nur schwache Staatschefs die EU leiten. Nach einem Pressebericht möchte Sarkozy selbst Teil der Lösung sein.
Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm kündigte an, dass Kanzlerin Angela Merkel mit Sarkozy am Rande des ASEM-Gipfels in Peking über dieses Thema sprechen werde. Im Übrigen sei «natürlicher Vorsitzender» jeder Art von Eurogruppe der luxemburgische Finanzminister und Premier Jean-Claude Juncker. Laut «Monde» haben die Georgienkrise und die Finanzkrise für Sarkozy gezeigt, dass Europa eine starke Führung brauche. Das Nein der Iren zum Vertrag über die EU-Reform verhindere aber die geplante stabile EU-Präsidentschaft. 2009 werde die Union erst von den in einer Regierungskrise steckenden tschechischen Euroskeptikern und dann von Schweden geführt, das dem Euro fernbleibe. «Doch es ist möglich, die Tschechen und Schweden zu umgehen, indem man sich auf der Ebene der 16 Führer der Euro-Zone trifft.»