18.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Mugabe gegen Tsvangirai, immer noch
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die bisherige Opposition wirft dem Staatschef vor, alle wichtigen Ämter für seine Partei zu beanspruchen. Deshalb sind die Gespräche über eine «Regierung der nationalen Einheit» ergebnislos abgebrochen worden.
Die Verhandlungen zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit in Simbabwe sind vorläufig gescheitert. Oppositionschef Morgan Tsvangirai erklärte nach einem viertägigen Treffen in der Hauptstadt Harare, die Gespräche mit der regierenden Zanu-PF von Präsident Robert Mugabe seien ergebnislos abgebrochen worden, wie der südafrikanische Rundfunk am Samstag meldete. Der vermittelnde frühere südafrikanische Präsident Thabo Mbeki widersprach dem allerdings und erklärte, die Gespräche sollten am Montag in Swasiland auf Ebene der Gemeinschaft südafrikanischer Staaten (SADC) fortgesetzt werden.
Die Troika der SADC, die sich um Sicherheitsfragen kümmert, habe ein großes Interesse daran, die Krise in Simbabwe beizulegen, sagte Mbeki. Nach dem Abschluss der Verhandlungen am Freitagabend hatte allerdings auch Mugabe erklärt, die Gespräche seien zwar gut, aber in die falsche Richtung gelaufen.
Tsvangirais «Bewegung für Demokratischen Wandel» wirft Mugabe vor, alle wichtigen Ministerposten für die Zanu-PF zu beanspruchen. In dem unter der Vermittlung von Mbeki am 15. September in Harare unterzeichneten Abkommen zur Teilung der Macht ist nur die Zahl der Ministerposten festgehalten, die die Parteien erhalten sollen, nicht aber, um welche Ministerien es sich handelt. (epd)