15. Okt 2008 21:54
Was das Gericht ihr vorwirft, taugt als Stoff für einen Kino-Thriller. Die Frau soll mit Militärs und Geheimdienstlern geschlafen haben, um ihnen Informationen zu entlocken. Diese soll sie an einen nordkoreanischen Agenten verraten haben.
Dabei habe sie Sex als Mittel benutzt, um Militärs und Geheimdienstbeamten die Informationen zu entlocken, wurde der Vorsitzende Richter von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Als nordkoreanischer Flüchtling getarnt, habe sie lange Zeit als Spionin tätig sein können. Won hatte während des Verfahrens ihre Agententätigkeit zugegeben. Sie wurde beschuldigt, unter anderem auch die Ermordung von südkoreanischen Geheimdienstbeamten mit Giftnadeln geplant zu haben. Die Pläne wurden nicht ausgeführt. Als Won vor sieben Jahren in Südkorea gelandet war, hatte sie angegeben, nach der Flucht aus ihrer Heimat in China einen südkoreanischen Geschäftsmann geheiratet zu haben.
Drei Jahre vor ihrer Festnahme im August war der militärische Geheimdienst auf Won bereits aufmerksam geworden. Sie hatte bei einem Offizier Verdacht erregt, von dem sie geheime Informationen haben wollte. Nordkorea hatte Südkorea im vorigen Monat beschuldigt, den Fall der Spionin, der für Schlagzeilen gesorgt hat, erfunden zu haben. (dpa)