13.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Unruhen in Montenegro
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Anerkennung des Kosovos sei die «größte Schande in der Geschichte Montenegros». Demonstranten haben ihre Wut über die Entscheidung der Regierung mit gewaltsamen Ausschreitungen Ausdruck verliehen.
Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen pro-serbischen Demonstranten und der Polizei sind in Montenegro am Montag mindestens 22 Menschen verletzt worden. Die Proteste in der Hauptstadt Podgorica richteten sich gegen die Anerkennung des Kosovos durch die montenegrinische Regierung.
Mehrere tausend Demonstranten warfen Steine und Fackeln gegen Regierungsgebäude; die Polizei setzte Tränengas ein. Zwölf Demonstranten und zehn Polizisten wurden laut Krankenhausangaben verletzt. Die Demonstranten forderte die Regierung auf, die Anerkennung des Kosovos bis Mittwoch zurückzunehmen und bezeichneten den Schritt als «größte Schande in der Geschichte Montenegros».
Die beiden früheren jugoslawischen Republiken Montenegro und Mazedonien hatten in der vergangenen Woche die im Februar ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovos anerkannt. Dies löste neue Spannungen auf dem Balkan aus.
Serbien betrachtet das Gebiet nach wie vor als seine Provinz. Das mehrheitlich von Albanern bewohnte Kosovo gilt vielen Serben als Wiege ihrer Nation und ihres orthodoxen christlichen Glaubens. (AP)