11. Okt 2008 12:39
Selbst nach dem Tod spaltet der Rechtspopulist die österreichische Nation: Seine politischen Gegner betonen vor allem die «menschliche Tragödie», während für Haiders Mitstreiter eine Welt zusammenbricht.
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer von der sozialdemokratischen SPÖ sagte: Als langjähriger Landeshauptmann habe Jörg Haider nicht nur die Kärntner Politik entscheidend beeinflusst, «sondern auch die gesamte österreichische innenpolitische Landschaft über Jahrzehnte hinweg geprägt.»Der Chef der konservativen Volkspartei ÖVP, Josef Pröll, und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sprachen Haiders Familie ihr Beileid aus. «Mit seinem Ableben verliert die Republik einen großartigen Politiker», sagte der FPÖ-Vorsitzende. Haider hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Töchter. Durch seine rechtspopulistischen Äußerungen war Haider einer der umstrittensten und international bekanntesten Politiker Österreichs. Seine Partei hatte bei der Parlamentswahl am 28. September überraschend stark abgeschnitten und elf Prozent der Stimmen gewonnen.