Nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums in Berlin sollen in Kürze eine Fregatte und vermutlich ein Versorgungsschiff vor die Küste Somalias entsandt werden. Dies werde unter der Flagge der Europäischen Union geschehen. Die EU hatte erst in der vergangenen Woche die Entsendung von drei Fregatten, einem Versorgungsschiff und drei Flugzeugen beschlossen. «Wir werden alles tun, um Doppelarbeit zu vermeiden», sagte der Nato-Sprecher. Der Einsatz der Nato und jener der EU würden sich «perfekt ergänzen». Es handele sich bei den Piratenangriffen um «eine akute Bedrohung der Menschen in Somalia». Bisher haben bereits Schiffe aus Kanada, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark aufgrund von nationalen Entscheidungen versucht, die Seeräuber zu bekämpfen. Die Ankündigung Kanadas, sein Kriegsschiff am 23. Oktober von der Eskortierung für Hilfstransporte zurückzuziehen, hatte die Anfrage der UN ausgelöst.
Am Dienstag hatte der UN-Sicherheitsrat erstmals ausdrücklich den Einsatz von Kriegsschiffen und Flugzeugen gegen Piraten gebilligt. Auch Russland hat ein Kriegsschiff zum Horn von Afrika in Marsch gesetzt. (dpa)