Vor Somalias Küste: 

netzeitung.deUno erlaubt Kampf gegen Piraten

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Auch auf diesem Schiff sind Piraten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Auch auf diesem Schiff sind Piraten
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Zurzeit haben die Seeräuber ungefähr ein Dutzend Schiffe in ihrer Gewalt. Deshalb forderte der Sicherheitsrat alle an der Sicherheit der Weltmeere interessierten Länder dazu auf, Kriegsschiffe und Militärflugzeuge in das Gebiet zu entsenden

Der Kampf gegen die Piraten vor Somalias Küste soll verschärft werden. Eine entsprechende Resolution verabschiedete der Weltsicherheitsrat am Dienstag einstimmig in New York. Ab sofort können Überfälle auf Handelsschiffe «mit allen notwendigen Mitteln» bekämpft werden, heißt es darin.

«Auch Gewaltanwendung ist erlaubt», betonte der französische UN-Botschafter Jean-Maurice Ripert vor Journalisten. «Das soll auch ein Signal für die Piraten sein», meinte der französische Diplomat.

Schutz der Nahrungsmitteltransporte
In der Resolution ruft die Uno alle an der Sicherheit der Weltmeere interessierten Länder auf, Kriegsschiffe und Militärflugzeuge in das Gebiet zu entsenden. Diese sollten «alle notwendigen Mittel» einsetzen, um Piratenüberfälle zu verhindern.

Die neue Resolution verlangt von den UN-Mitgliedsstaaten auch, die Nahrungsmittel-Transporte der Vereinten Nationen aktiv zu schützen. Wegen Dürre und Flüchtlingselend ist die Hälfte der Bevölkerung am Horn von Afrika auf die Lieferungen des Welternährungsprogramms WFP angewiesen.

Piraterie als Riesen-Geschäft
Derzeit eskortieren französische, kanadische und niederländische Militärschiffe die Frachter. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bat um verstärkte Hilfe. «Drei Millionen Menschen in Somalia verhungern», mahnte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Piraterie vor der somalischen Küste ist ein Multimillionendollar-Geschäft. Derzeit haben die Piraten etwa ein Dutzend Schiffe und mehr als 200 Seeleute in ihrer Gewalt. Bei jedem Überfall sind etwa 50 Piraten im Einsatz, die mit Schnellbooten, Satellitentelefonen und automatischen Waffen ausgerüstet sind. Besonders spektakulär ist der Fall des ukranischen Frachters «MS Faina», der mit einer Ladung von 33 Panzern gekapert wurde. (dpa/AP)