02.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Glücklich, wer noch etwas zu essen hat: Simbabwerin
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Uno ist alarmiert: Bisher sei man in dem afrikanischen Land von drei Millionen Hungernden ausgegangen, es wäre jedoch fünf Millionen. Und die nächste Pflanzsaison beginnt erst in mehr als einem Monat.
Schlechte Neuigkeiten aus dem südafrikanischen Krisenstaat Simbabwe: Der UN-Nothilfekoordinator John Holmes hat vor einer Verschärfung der Nahrungsmittelkatastrophe gewarnt. Dem britischen Fernsehsender BBC sagte Holmes am Donnerstag, dass etwa die Hälfte der Menschen in Simbabwe - also rund fünf Millionen - auf Nahrungsmittel und medizinische Hilfe angewiesen sein könnten.
Bisher sei man von drei Millionen Simbabwern ausgegangen, die Lebensmittelhilfe benötigten. Seit dem Abkommen über eine Machtteilung zwischen Ministerpräsident Morgan Tsvangirai und Präsident Robert Mugabe vor zwei Wochen habe sich die Situation zwar verbessert, aber es müsse bereits jetzt an die Ernte des nächsten Jahres gedacht werden.
Sonst könnten noch mehr Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein. «Die Pflanzsaison für die nächste Ernte beginnt in fünf bis sechs Wochen, und es besteht ein großer Mangel an Saatgut und Düngemittel wegen der wirtschaftlichen Situation des Landes», sagte Holmes. (dpa)