Portrait Hansjörg Haber: 

netzeitung.deDeutscher Krisenspezialist in Georgien

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Als Leiter der EU-Mission in Georgien bracht Hansjörg Haber viel diplomatisches Geschick (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Als Leiter der EU-Mission in Georgien bracht Hansjörg Haber viel diplomatisches Geschick
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Gleich zum Auftakt der EU-Mission musste Hansjörg Haber sein Geschick und Fingerspitzengefühl unter Beweis stellen: Der Deutsche leitet den Einsatz von mehr als 300 EU-Kräften in Georgien.

Bei seinem Kaukasus-Einsatz braucht Hansjörg Haber besonders viel Fingerspitzengefühl. Noch bevor sich am Mittwochmorgen die von dem deutschen Diplomaten geleitete EU- Beobachtermission für Georgien in ihre neuen Standorte in Marsch setzte, gab es bereits eine Menge neuer Probleme. Aus Moskau wurde den 225 inzwischen vor Ort eingetroffenen EU-Kräften (darunter 25 Deutsche) zur Überwachung des Waffenstillstands untersagt, sich auch in den Pufferzonen um Abchasien und Südossetien ein Bild zu machen.

Doch der 55-Jährige, der zuletzt deutscher Botschafter im Libanon war, gilt als geschickter Mann auch für heikle Fälle. Der EU- Außenbeauftragte Javier Solana, der zum Start der Mission nach Tiflis gekommen war, hatte den Deutschen vor allem wegen dessen großer Erfahrung beim Krisenmanagement für den Posten vorgeschlagen. Vom eilig dafür aufgebauten Hauptquartier in der georgischen Hauptstadt aus sollen Haber und sein Stab vorerst ein Jahr lang die über 30 Millionen Euro teure Operation steuern.

Der gebürtige Münchner war auf Auslandsposten in Paris, Bern, Manila und Ankara tätig. Auch Russland-Erfahrung bringt der studierte Volkswirt mit. Von 1999 bis 2002 war er Pressesprecher der deutschen Botschaft in Moskau. Fließende Russisch-Kenntnisse dürften ihm die neue Aufgabe erleichtern. Vor dem Wechsel nach Beirut leitete Haber vier Jahre lang die UN-Grundsatzabteilung im Auswärtigen Amt. Dort befasste er sich bereits mit mehreren Friedeneinsätzen unter deutscher Beteiligung, darunter auch die UN-Mission für Georgien (UNOMIG). (dpa)