Krieg in Afghanistan: 

netzeitung.deKarsai strebt Verhandlung mit Taliban an

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Karsai bittet Saudi Arabien um Hilfe (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Karsai bittet Saudi Arabien um Hilfe
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Konflikt am Hindukusch wird immer heftiger und die afghanische Regierung möchte einen Waffenstillstand aushandeln. Doch bisher sperren sich die Taliban. Nun sollen nach Vorstellung von Karsai zwei Staaten vermitteln.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat Saudi-Arabien um Hilfe bei der Vermittlung von Friedensgesprächen mit den radikalislamischen Taliban gebeten. Bislang habe es noch keine Verhandlungen gegeben, sagte Karsai am Dienstag anlässlich des Fest des Fastenbrechens (Eid al Fitr) in Kabul. Diplomaten seien nach Saudi-Arabien und Pakistan gereist, um ein Ende in dem Konflikt zu erreichen. Er wolle die Aufständischen ermutigen, ihre Waffen niederzulegen, sagte Karsai.

Der Präsident betonte, er habe schon in der Vergangenheit Talibanführer Mullah Omar aufgefordert, wieder in seine Heimat zurückzukehren und für das Wohl der Menschen zu arbeiten. Omar seinerseits erhob in seiner Botschaft zum Fest des Fastenbrechens schwere Vorwürfe gegen die afghanischen Sicherheitskräfte, die er als Diebe und Kriminelle bezeichnete, die nicht das Vertrauen des Volkes verdienten. Eine Bereitschaft zu Gesprächen ließ er dabei nicht erkennen.

Ein afghanischer Oppositionsführer, Expräsident Burhanuddin, hatte schon zu Beginn des Jahres die Forderung erhoben, dass sich die verantwortlichen Politiker mit den Taliban und anderen an einen Tisch setzen müssten, um einen Frieden auszuhandeln.

Bei einem Anschlag auf Truppen der US-geführten Koalition wurden unterdessen wieder drei Soldaten getötet. Angaben über die Nationalität, den Ort des Anschlags und andere Details machten die Streitkräfte am Dienstag zunächst nicht. Das Gros der Koalitionstruppen stellen die US-Streitkräfte. Für die USA ist dieses Jahr bereits jetzt das verlustreichste seit der Invasion von 2001 zum Sturz des Taliban-Regimes. Mindesten 127 US-Soldaten wurden bis Ende September getötet, die Verbündeten haben 99 Tote zu beklagen. (AP)