Israels Präsident vor der UN:
Peres schlägt Friedensgipfel vor
24.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei einem Treffen auf Initiative der US-Regierung hatten sich beide Seiten im vergangenen Jahr darauf verständigt, bis Ende 2008 eine Friedensvereinbarung anzustreben. Dies wird unter anderem wegen der Zeitverzögerung durch die Regierungsbildung in Israel nicht mehr für realistisch gehalten. Peres bat den saudischen König Abdullah, seine Friedensinitiative fortzusetzen. Sie könne die «Einladung für einen umfassenden Frieden» werden.
Karsai äußerte sich vor den rund 100 Staats- und Regierungschefs besorgt über die zunehmende Zahl der Anschläge von A-Qaeda- und Taliban-Terroristen in seinem Land. Die Anschläge griffen «wie ein Lauffeuer» auf eine immer größere Region über, sagte er vor allem mit Blick auf Pakistan.
Zugleich beklagte er die große Zahl unschuldiger Menschen, die bei Aktionen der internationalen Schutztruppe Isaf ums Leben kamen. «Weitere Zwischenfälle mit Zivilisten können die Rechtmäßigkeit des Anti-Terror-Kampfes und die Glaubwürdigkeit der Partnerschaft zwischen dem afghanischen Volk und der internationalen Gemeinschaft unterminieren.» Deshalb müsse die Ausbildung der eigenen Armee und Polizei vorrangig vorangetrieben werden.
Der UN-Sicherheitsrat hatte erst am Montag das Mandat für die Internationale Schutztruppe ISAF in Afghanistan um ein Jahr verlängert. Die ISAF hat die Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen, aber auch beim Wiederaufbau funktionierender Staatsstrukturen zu helfen. Deutschland hat angekündigt, diese Aufgabe stärken zu wollen. (dpa)

