Israels Präsident vor der UN: 

netzeitung.dePeres schlägt Friedensgipfel vor

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Peres zeigte sich optimistisch vor der UN-Vollversammlung (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Peres zeigte sich optimistisch vor der UN-Vollversammlung
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Das Treffen mit den arabischern Führern soll nach Vorstellung des israelischen Politikers in Jerusalem stattfinden. Denn das sei die Stadt, «wo wir alle zu demselben Gott beten».

Der israelische Präsident Schimon Peres hat vor der UN-Vollversammlung alle arabischen Führer zu einem Friedensgipfel nach Jerusalem eingeladen. Am zweiten Tag der Generaldebatte in New York zeigte sich der Staatschef am Mittwoch zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr zu einer Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern kommt. Auch mit dem Libanon und Syrien suche sein Land Frieden, versicherte Peres.

Peres sagte zu seiner Einladung, Jerusalem sei die Stadt, die allen heilig sei, «wo wir alle zu demselben Gott beten, als Nachkommen desselben Vaters.» Er wisse, dass es wachsende Bedenken gebe, der Frieden sei weit entfernt. Seine Erfahrung sage ihm jedoch, dass man auf dem richtigen Weg sei. «Israelis und Araber gehen dem Frieden tatsächlich entgegen.»

Bei einem Treffen auf Initiative der US-Regierung hatten sich beide Seiten im vergangenen Jahr darauf verständigt, bis Ende 2008 eine Friedensvereinbarung anzustreben. Dies wird unter anderem wegen der Zeitverzögerung durch die Regierungsbildung in Israel nicht mehr für realistisch gehalten. Peres bat den saudischen König Abdullah, seine Friedensinitiative fortzusetzen. Sie könne die «Einladung für einen umfassenden Frieden» werden.

Afghanisatn als zweites wichtiges Thema
Bei der UN-Vollversammlung war am Mittwoch der Krieg am Hindukusch ein zweites wichtiges Thema. Der afghanische Präsident Hamid Karsai bat angesichts der zunehmenden Gewalt in seinem Land um mehr Hilfe beim Aufbau eigener afghanischer Sicherheitskräfte.

Karsai äußerte sich vor den rund 100 Staats- und Regierungschefs besorgt über die zunehmende Zahl der Anschläge von A-Qaeda- und Taliban-Terroristen in seinem Land. Die Anschläge griffen «wie ein Lauffeuer» auf eine immer größere Region über, sagte er vor allem mit Blick auf Pakistan.

Zugleich beklagte er die große Zahl unschuldiger Menschen, die bei Aktionen der internationalen Schutztruppe Isaf ums Leben kamen. «Weitere Zwischenfälle mit Zivilisten können die Rechtmäßigkeit des Anti-Terror-Kampfes und die Glaubwürdigkeit der Partnerschaft zwischen dem afghanischen Volk und der internationalen Gemeinschaft unterminieren.» Deshalb müsse die Ausbildung der eigenen Armee und Polizei vorrangig vorangetrieben werden.

Der UN-Sicherheitsrat hatte erst am Montag das Mandat für die Internationale Schutztruppe ISAF in Afghanistan um ein Jahr verlängert. Die ISAF hat die Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen, aber auch beim Wiederaufbau funktionierender Staatsstrukturen zu helfen. Deutschland hat angekündigt, diese Aufgabe stärken zu wollen. (dpa)