19.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das Atomprogramm hat regelmäßig für Protest gesorgt - auch in Südkorea
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die USA hätten eine Vereinbarung teilweise nicht angehalten, deshalb plant die Regierung in Pjönjang ihr Nuklearprogramm zu erneuern. Man habe kein Interesse mehr daran, von der Terrorliste gestrichen zu werden.
Nordkorea bereitet sich auf die Wiederinbetriebnahme der Atomanlage in Yongbyon vor. Das sagte Hyun Hak Bong vom nordkoreanischen Außenministerium am Freitag am Rande von Gesprächen mit Vertretern Südkoreas im Grenzort Panmunjom über Energielieferungen nach Nordkorea. Der vereinbarte Abbau der Atomanlage sei gestoppt worden, weil die USA ihren Teil der Vereinbarung nicht eingehalten hätten, sagte der Diplomat.
Die Regierung in Pjöngjang hat bereits kürzlich damit gedroht, das Atomprogramm zu erneuern und dies damit begründet, dass die USA Nordkorea nicht wie zugesagt von der Liste der den Terrorismus unterstützenden Staaten genommen hätten. Die USA hatten erklärt, das nordkoreanische Regime müsse zunächst einem Plan zur Überprüfung seiner Angaben zustimmen. Hyun sagte, Nordkorea habe die Anlage in Yongbyon zu 90 Prozent demontiert.
Acht der elf wichtigsten Schritte seien vollständig abgeschlossen. In einer Stellungnahme des nordkoreanischen Außenministeriums hieß es, man habe kein Interesse mehr daran, von der US-Terror-Liste gestrichen zu werden. Der Abbau der Anlage in Yongbyon war ein wesentliches Ergebnis der Sechsergespräche, an denen neben den beiden koreanischen Staaten auch die USA, China, Russland und Japan beteiligt sind. (AP)