Kommission will stärkere Kontrollen: 

netzeitung.deEuropas Kiffer sollen von der Straße

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Demnächst sollen nur noch die Reifen qualmen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Demnächst sollen nur noch die Reifen qualmen
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EU-Justizkommissar Barrot will Autofahrer nicht nur auf Alkohol testen, sondern auch europaweit Hasch-Kontrollen einführen. Ziel müsse es sein, jeden Drogenkonsum von Autofahrern zu verbieten.

Die EU plant Hasch-Kontrollen für Autofahrer. «Wir wollen ein ähnliches System für Drogenkonsum wie für Alkohol am Steuer», sagte EU-Justizkommissar Jacques Barrot am Donnerstag bei der Vorstellung eines neuen Vier-Jahres-Plans zur Drogenbekämpfung. In zwei Jahren solle es soweit sein. Nach Angaben der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) nehmen jedes Jahr rund 23 Millionen Europäer Cannabis zu sich und 4,5 Millionen konsumieren Kokain, viele von ihnen häufiger.

«Wir haben immer mehr Risiken mit jungen Fahrern, die einen Joint geraucht haben», betonte Barrot, der bis zum Frühjahr in der Kommission für Verkehrsfragen zuständig war. Ziel müsse sein, jeglichen Drogenkonsum von Autofahrern zu verbieten. Während beim Alkohol verschiedene Grenzwerte gälten, sollte man bei Drogen eine einheitliche Regelung in Europa finden.

Engere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zoll
Barrot sieht zwar Erfolge im Kampf gegen den Drogenmissbrauch in Europa. «Wir haben das Problem doch ein wenig eingedämmt», sagte der Kommissar. Angesichts von 7500 Menschen, die jährlich in Europa an einer Überdosis sterben, fügte er aber hinzu: «Die Bilanz ist nicht negativ, aber wir müssen noch besser werden.» Zwei Millionen Europäer hätten einen problematischen Drogenkonsum.

«Überaus besorgniserregend» ist Barrot zufolge der Kokain-Gebrauch. Nach EBDD-Zahlen nehmen mehr als fünf Prozent der Spanier und Briten im Alter zwischen 15 und 34 Jahren Kokain. In Deutschland sind es weniger als zwei Prozent. Barrots neuer Drogenaktionsplan sieht unter anderem eine engere Zusammenarbeit zwischen Polizei- und Zollbehörden der 27 EU-Staaten vor. (dpa)