Kein Ende der Gewalt in Afghanistan: 

netzeitung.deErstmals Schnelle Eingreiftruppe angegriffen

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Ziel von Anschlag: Soldat der Schnellen Eingreiftruppe in Anfghanistan (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ziel von Anschlag: Soldat der Schnellen Eingreiftruppe in Anfghanistan
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Vor der Abstimmung des Kabinetts über den Afghanistan-Einsatz ist die Bundeswehr erneut attackiert worden: Jetzt wird über eine mangelnde Ausstattung mit Rettungshubschraubern spekuliert.

Die Serie der Angriffe auf deutsche Soldaten in Afghanistan reißt einem Zeitungsbericht zufolge nicht ab. Erstmals gab es dort nach Informationen der Zeitung «Die Welt» Anschläge auf die Schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force/QRF) der Bundeswehr in Nordafghanistan.

Zunächst wurde ein Konvoi der in Masar-i-Sharif stationierten Truppe am Samstag von einem Selbstmord-Attentäter attackiert, schreibt das Blatt. Der Angreifer starb. Nur wenige Kilometer entfernt wurde derselbe Konvoi mit einem improvisierten Sprengsatz angegriffen, der in einem am Fahrbahnrand abgestellten Fahrrad verborgen war.

Es kam zu leichten Sachschäden. Wie die «Welt» weiter berichtet, wurde am Sonntag zudem das deutsche Feldlager in Kundus mit einer Rakete beschossen. Sie schlug auf dem Gelände ein, ohne Schaden anzurichten.

Nicht fähig zur Evakuierung
Das Kabinett will heute das Afghanistan-Konzept der Bundesregierung beschließen. Nach Informationen der «Welt» ist darin die Verdreifachung der Mittel für die Polizeiausbildung in Afghanistan von 12 auf 35,7 Millionen Euro enthalten.

Die Bundeswehr ist in Afghanistan nach einem Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» nicht in der Lage, Soldaten aus umkämpften Gebieten mit Hubschraubern zu retten oder zu evakuieren. Abgeschossene oder notgelandete Piloten könnten nur mit Hilfe der US-Armee ausfindig gemacht und geborgen werden, berichtet das Blatt.

Deutsche Offiziere der Schutztruppe Isaf beklagten sich über einen seit Jahren bestehenden Mangel an Hubschraubern. Zudem verfüge die Bundeswehr noch immer nicht über bewaffnete Rettungshubschrauber (CSAR) zum Einsatz in Krisengebieten. Die von der Bundeswehr gestellte Schnelle Eingreiftruppe in Nordafghanistan sei deshalb nur begrenzt einsetzbar, so die Zeitung. (dpa)