Wichtiger Erfolg für Russland: Das ehemalige sozialistische Bruderland in Mittelamerika hat die Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Regionen anerkannt. Moskau versammelt weitere Unterstützer.
Nicaragua hat als erster Staat nach Russland die Unabhängigkeit der abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien anerkannt. Das geht aus einem Erlass des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega hervor, der am Freitag vom Außenministerium in Managua veröffentlicht wurde. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat seine Unterstützung für Abchasien und Südossetien bekundet, diesen Schritt aber noch nicht vollzogen. Für Moskau ist die nicaraguanische Entscheidung ein wichtiger diplomatischer Erfolg.
Auch sechs frühere Sowjetrepubliken stellten sich in der Georgien-Frage hinter den Kreml. Der russische Präsident Dmitri Medwedew teilte mit, die Organisation für Kollektive Sicherheit verurteile den Versuch Georgiens, die Kontrolle über Südossetien zurück zu erlangen. Der Gruppe gehören neben Russland Armenien und Weißrussland sowie die mittelasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan an. (AP)