Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Ergebnis von Sarkozys Vierer-Gipfel: 

Syrien würde direkt mit Israel verhandeln

05. Sep 2008 11:05
Er streckt Israel die Hand entgegen - sehr vorsichtig allerdings
Bild vergrößern
Bisher läuft der Austausch über türkische Vermittler. Ihnen hat der Präsident nun einen Forderungskatalog übergeben. Wenn Israel die Bedingungen erfülle, sei Syrien zu Gesprächen mit dem Nachbarn bereit.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat bei einem Vierer-Gipfeltreffen in Damaskus am Donnerstag seinen Wunsch nach direkten Friedensverhandlungen mit Israel ausgedrückt. Syrien werde Israel allerdings nicht anerkennen, bevor ein Friedensvertrag erreicht ist, sagte er dem französischen Sender France-2. Bei dem Treffen kritisierte er, dass Israel eine für vergangene Woche geplante weitere indirekte Verhandlungsrunde in der Türkei abgesagt hatte, «nur weil ein Beamter, der an den Verhandlungen beteiligt war, seinen Rücktritt erklärt hat».

Assad erklärte, er wünsche sich von Israel die gleiche Ernsthaftigkeit, die sein Land an den Tag lege, damit die bislang über türkische Vermittler geführten Verhandlungen bald direkt zwischen den Nachbarstaaten laufen könnten. An dem Mini-Gipfel in Damaskus nahmen auch der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa al-Thani, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan teil.

Assad und Erdogan erklärten, sie hofften, dass sich auch der nächste israelische Ministerpräsident an die Zusagen gebunden fühlen werde, die der scheidende Regierungschef Ehud Olmert im Verlauf der indirekten Verhandlungen gemacht habe. Zentraler Punkt sei dabei die Bereitschaft, die von Israel besetzten syrischen Gebiete zu räumen.

Kein Dialog mit Bush

Assad sagte, er würde es begrüßen, wenn Frankreich bei direkten Friedensverhandlungen mit Israel als Schirmherr auftreten würde. «Anders als die USA versteht Frankreich die Lage in der Region», fügte er hinzu. Als wichtigste Großmacht und wegen ihres engen Verhältnisses zu Israel müssten auch die USA in den Nahost-Friedensprozess eingebunden werden. Dies sei wahrscheinlich erst nach dem Wechsel im Weißen Haus möglich, erklärte Assad. Der amtierende US-Präsident George W. Bush und seine Regierung verweigerten sich einem «Dialog» mit Syrien.

Auch der Emir von Katar, in dessen Land einer der wichtigsten US-Militärstützpunkte der Region liegt, kritisierte indirekt die US-Außenpolitik. Er sagte, niemand solle so tun, als ob die Golfstaaten große Probleme mit dem Iran hätten. (dpa/AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Der mächtigste Vize-Präsident aller Zeiten: 
US-Vizepräsident Cheney bereut nichts
Bereitschaftsdienst: 
Parlament kämpft gegen Dauerarbeit
 
Kritik an EU-Klimabeschluss: 
Merkels «Kniefall vor der Industrie»
 
150 Lkws in Peschawar angezündet: 
Taliban zerstören Nato-Truppennachschub
BND-Untersuchungsausschuss: 
Brisante Daten, laxe Kontrolle
 
Israelisch-palästinensischer Krieg: 
EU und Nahost-Quartett verlangen Feuerpause
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.