Angestrebt wird nach Berichten der griechisch- und der türkisch-zyprischen Presse die Bildung einer Föderation zwischen beiden Teilen der Insel. An den unterschiedlichen Interpretationen einer solchen Lösung scheiterte der letzte Anlauf 2004. Die türkischen Zyprer im Norden stellen sich die Wiedergeburt Zyperns in der Form einer Konföderation zwischen zwei Teilstaaten vor. Türkische Truppen sollen weiter die Sicherheit garantieren. Das ist für die türkischen Zyprer die Garantie für Frieden. Die griechischen Zyprer wollen dagegen die Umwandlung Zyperns in einen Bundesstaat mit einer starken Zentralregierung. Die Insel soll entmilitarisiert werden, da es keinen EU-Staat geben könne, auf dessen Boden Truppen eines anderen Nicht-EU-Staates stationiert sind. «Wir brauchen keine Garantiemächte», sagt Christofias.
Viele Menschen auf der Insel sind zurückhaltend. «Die großen Worte von «der letzten Chance» und «dem historischen Moment» höre ich seit meiner Jugend. Ich zähle nicht mehr die Anläufe zur Überwindung der Teilung», sagte beispielsweise der 60-jährige Andreas Stylianou. Er hat alle Unruhen, Kriege und die Teilung der Insel erlebt. «Mein Großvater hat sich damit schon beschäftigt und eine Lösung ist noch nicht in Sicht.» (Takis Tsafos, dpa)