In Moskau bekräftigte Lawrow erneut, dass Russland seine Öl- und Gas-Lieferverpflichtungen nach Westeuropa trotz des Südkaukasus- Konflikts einhalten wolle. Man werde die Verträge mit den Partnern erfüllen, betonte der Außenminister. Die Beschlüsse des EU-Sondergipfels hätten bewiesen, dass es in der EU viele Länder mit «nüchternem und klarem Blick» gebe. Russland sei zur Fortsetzung des «nützlichen Meinungsaustausches» mit Brüssel bereit. Lawrow kündigte für den 11. September eine Reise nach Warschau an. Er wolle dort auch die russische Sicht des Einmarsches nach Südossetien schildern.
Als erstes Land nach Russland kündigte Nicaragua die Anerkennung der abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien an. Er unterstütze den Plan des russischen Regierungschefs Wladimir Putin, die Gebiete an Russland anzunähern, sagte der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Daniel Ortega. Auch das international isolierte Weißrussland erwägt die Anerkennung der beiden Gebiete. Moskau rechnet mit zehn Staaten, die seinem Beispiel folgen. (dpa)