03. Sep 2008 13:32
Die Krise im Kaukasus hat die ohnehin schon angespannte Lage in der Ukraine massiv verschärft. Staatschef Juschtschenko wirft der Premierministerin «Hochverrat» vor, weil sie sich nicht auf Georgiens Seite schlägt.
Juschtschenko warf seiner Regierungschefin Julia Timoschenko vor, mit der im russischsprachigen Osten verankerten Partei der Regionen seines Widersachers Viktor Janukowitsch sowie mit den Kommunisten zusammenarbeiten. Der Präsident schloss vorgezogene Wahlen nicht mehr aus. Die Regierungschefin und Juschtschenko beschuldigten sich gegenseitig, die «demokratische Koalition» zerstört zu haben. Der frühere Ministerpräsident Janukowitsch schloss eine Koalition mit dem Block von Julia Timoschenko (BJuT) nicht mehr aus. Das regierende Bündnis der orangenen Kräfte hatte in diesem Sommer nach dem Austritt von zwei Abgeordneten bereits die beschlussfähige Mehrheit von 226 Stimmen verloren. Die im Westen des Landes populäre Timoschenko und der prorussische Janukowitsch hätten in der neuen Koalition eine solide Mehrheit von 331 Stimmen, wie Medien berichteten.