McCain betonte jetzt bei einem Wahlkampfauftritt in Philadelphia, Palin sei gründlich überprüft worden. «Und ich bin dankbar für die Ergebnisse», sagte er weiter. Anwalt Culvahouse erklärte in einem Interview, Palin habe McCains Wahlkampfteam freiwillig von der Schwangerschaft ihrer Tochter und der Berufung eines Anwalt berichtet, der sie wegen einer Untersuchung des Parlaments zu einem möglichen Machtmissbrauch beraten soll. Culvahouse sagte weiter, Palin habe sich einer «vollen und kompletten» Überprüfung ihres persönlichen Hintergrundes unterzogen, bevor McCain sie als seine Vizekandidatin ausgewählt habe. In St. Paul, wo der Nominierungsparteitag der Republikaner stattfindet, verteidigten Mitarbeiter McCains Palins Überprüfungsprozess. Als Teil der Überprüfung habe die 44-Jährige einen 70 Punkte umfassenden Fragebogen ausfüllen müssen. Dabei ging es unter anderem um folgende Fragen: «Habe Sie jemals für Sex bezahlt?» «Waren Sie in ihrer Ehe treu?» «Haben Sie je Drogen genommen oder gekauft?» «Haben Sie sich (im Internet) Pornografie heruntergeladen?»
Doch seit der Präsentation Palins als Vizekandidatin der Republikaner halten sich Berichte, die Berufung sei überhastet gewesen. Kurz nach der Präsentation Palins schickte McCain ein Team von rund einem dutzend Kommunikationsfachleuten und Anwälten nach Alaska. Das nährte die Spekulationen, dass die zuvor erfolgte Untersuchung von Palins Vergangenheit nicht umfassend genug war und erst geschehen ist, nachdem sie schon auf McCains Ticket gesetzt war. (Beth Fouhy, AP)