Bush stellt sich hinter McCain : «Unabhängiger Mann mit eigenen Gedanken»03. Sep 2008 07:38  |  Sprach lobende Worte: Bush | Foto: AP |
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Zwar ließ sich der Amtsinhaber auf dem Parteitag nur in einer Videoübertragung blicken, dabei spart er aber nicht mit Lob. Neben dem ungebrochenen Interesse an Sarah Palin gingen auch die Proteste in eine neue Runde.
US-Präsident George W. Bush hat den Präsidentschaftskandidaten seiner Republikanischen Partei, John McCain, als erfahrenen Politiker gewürdigt. McCain habe die Lektionen der Terroranschläge vom 11. September 2001 verstanden, sagte Bush in einer Videoübertragung aus dem Weißen Haus. Er hatte seinen geplanten Live-Auftritt vor den Delegierten in St. Paul abgesagt und stattdessen Einsatzzentren im Süden der USA besucht, wo Hurrikan «Gustav» Erinnerungen an die «Katrina»-Katastrophe vor drei Jahren geweckt hat. McCains Auftritt war erst für Donnerstag geplant.
Bush lobte McCain als «unabhängigen Mann mit eigenen Gedanken». In seiner Rede ging er vor allem auf sicherheitspolitische Themen ein. «Wir brauchen einen Präsidenten, der die Lektionen des 11. September 2001 gelernt hat: Um Amerika zu schützen, müssen wir in der Offensive bleiben, Angriffe stoppen, bevor sie passieren, und nicht darauf warten, wieder getroffen zu werden. Der Mann, den wir brauchen, ist John McCain», sagte der Amtsinhaber.
Liebermann kritisiert Obama Senator Joe Lieberman, ein ehemaliger Demokrat, der jetzt parteilos ist, kritisierte in seiner Rede den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama als einen nicht ausgetesteten Politiker, der zudem nicht willens sei, mächtige Interessengruppen im Zaume zu halten. Außerdem appellierte Lieberman an die Anhänger der demokratischen Senatorin Hillary Clinton, nach deren Niederlage gegen Obama in den Vorwahlen bei der Präsidentschaftswahl am 4. November McCain die Stimme zu geben. Lieberman war vor acht Jahren der Vizepräsidentschaftskandidat des damaligen demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Al Gore.
Mit Spannung erwartet wurde die Rede von McCains Vizekandidatin Sarah Palin. Sie sollte in der Nacht zum Donnerstag reden. Die 44-jährige Gouverneurin von Alaska bleibt nach ihrer überraschenden Berufung weiterhin im Blickpunkt des Interesses. Wie inzwischen bekannt wurde, hat sich ihr Ehemann Todd gleich zwei Mal als Mitglied der Alaska Unabhängigkeitspartei registrieren lassen. Die Partei tritt unter anderem dafür ein, dass der gesamte Grund und Boden in Alaska, der dem Bund in Washington gehört, wieder an den Staat Alaska zurückgegeben wird. Sarah Palin allerdings war kein Mitglied dieser Partei, wie aus Wählerakten des US-Staates hervorgeht.
Die konservative Politikerin hatte kurz vor Beginn des Parteitags bekanntgegeben, dass ihre 17-jährige und unverheiratete Tochter Bristol schwanger ist. Palin hat sich gegen die staatliche Förderung von Sexualerziehungsprogrammen in Alaska gewandt. Stattdessen befürwortet sie es ebenso wie Präsident Bush, wenn Schüler zu sexueller Enthaltsamkeit angehalten werden. Der künftige Vater des Babys, der 18 Jahre alte Levi Johnston, wird im Kreise der Familie Palin an dem Parteitag der Republikaner teilnehmen, wie seine Mutter mitteilte. Es habe keinen Druck auf ihren Sohn gegeben, die 17-jährige Bristol Palin zu heiraten, sagte Sherry Johnston. Die beiden jungen Leute hätten schon Hochzeitspläne geschmiedet, bevor ihre Schwangerschaft bekanntgeworden sein.
Weitere Festnahmen bei Protesten Bei neuen Protesten gegen den Parteitag der US-Republikaner wurden am Dienstag mindestens drei Demonstranten festgenommen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Menge vor, die nach ihren Angaben die Sicherheitsabsperrungen rund um das Parteitagsgebäude durchbrechen wollten. Die Polizei schätzt die Zahl der Demonstranten auf rund 2000 Der «Marsch gegen den Hunger» dauerte etwa drei Stunden. Die Polizei war am Dienstag besonders alarmiert, nachdem es tags zuvor bereits gewaltsame Zwischenfälle mit insgesamt knapp 290 Festnahmen gab. (AP)
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