Fernandez' Vorgänger und Ehemann Nestor Kirchner erzielte 2005 eine Restrukturierung der Schulden und zahlte ein Jahr später knapp 10 Milliarden Dollar an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurück, nicht aber jene Schulden beim Pariser Club, was international für Empörung sorgte. Argentiniens Schulden bei Mitgliedsländern des Pariser Clubs sind ungleich verteilt. Die sechs Länder Deutschland, Italien, Japan, die Niederlande, Spanien und die USA halten zusammen 87 Prozent der Forderungen. Die Tilgung der Schulden beim Pariser Club bezeichnete Kirchner als «grundlegenden Schritt bei der Entschuldung» des Landes.
Die ausstehende Einigung mit dem Pariser Club hatte Argentinien gezwungen, sich dringend benötigtes Kapital bei dem linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez zu besorgen, der staatliche Wertpapiere kaufte.
Da im kommenden Jahr zahlreiche finanzielle Verpflichtungen Argentiniens fällig werden, braucht das Land dringend Zugang zu günstigen Finanzierungsmöglichkeiten. Aber auch Exporte zum Beispiel aus Deutschland könnten nach der Schuldentilgung wieder durch Hermes-Exportbürgschaften abgesichert werden. (AP/dpa)